Snowflake Aktie: Kursrutsch – OpenAI-Deal verpufft

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Die Anspannung bei Snowflake ist greifbar. Wenige Stunden vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen für das vierte Quartal des Fiskaljahres 2026 zeigt sich die Snowflake Aktie nervös. Trotz einer strategisch gewichtigen Partnerschaft mit OpenAI kämpft das Papier mit einem Verlust seit Anfang der Woche von über 10 Prozent. Analysten blicken nun kritisch auf die Frage, ob der „AI Data Cloud“-Pionier die hohen Investitionen endlich in margenstarkes Wachstum ummünzen kann.

Marktlage: Nervosität dominiert vor den Q4-Zahlen

Die Snowflake-Aktie notiert aktuell bei 157 USD und verzeichnete in den letzten sieben Tagen einen deutlichen Rückgang. Dieser Abverkauf unmittelbar vor der Ergebnisveröffentlichung deutet auf eine erhebliche Skepsis im Markt hin. Während der Gesamtmarkt für Tech-Werte volatil bleibt, scheint bei Snowflake eine spezifische Sorge zu überwiegen: Die Diskrepanz zwischen KI-Euphorie und realen Umsatztreibern.

Das Unternehmen meldete zuletzt einen Quartalsumsatz von 1,21 Mrd. USD (Q3 FY26), kämpft jedoch weiterhin mit der Profitabilität (EBIT zuletzt -329 Mio. USD). Investoren fürchten, dass die Prognose für das kommende Fiskaljahr 2027 konservativ ausfallen könnte, ein Muster, das bei Snowflake in der Vergangenheit oft zu sogenannten „Beat-and-Drop“-Reaktionen führte – also guten Zahlen, gefolgt von einem Kurssturz aufgrund verhaltener Ausblicke.

OpenAI-Allianz und Produkt-Offensive von Snowflake

Trotz der schwachen Kursentwicklung sorgte Snowflake in diesem Monat operativ für Schlagzeilen, die das langfristige Potenzial unterstreichen sollen:

  • Partnerschaft mit OpenAI: Anfang Februar 2026 verkündete Snowflake eine mehrjährige Partnerschaft im Wert von rund 200 Millionen USD mit OpenAI. Ziel ist die tiefe Integration von Modellen wie GPT-5.2 in die Snowflake „Cortex“-Plattform. Dies soll Kunden ermöglichen, KI-Agenten direkt auf ihren Datenbeständen zu entwickeln, ohne die Sicherheitsarchitektur von Snowflake zu verlassen.
  • Cortex Code Erweiterung: Die Verfügbarkeit des KI-Coding-Assistenten für externe Workflows (wie dbt und Apache Airflow) signalisiert den Versuch, sich noch stärker im Entwickler-Ökosystem zu verankern.
  • Sridhar Ramaswamys Fokus: Der CEO betont in jüngsten Auftritten vehement den „AI ROI“ (Return on Investment). Die Zeit der KI-Experimente sei vorbei; 2026 müsse das Jahr sein, in dem Kunden messbaren Mehrwert erzielen.

Dass diese Nachrichten den Kurs der Snowflake Aktie nicht stützen konnten, liegt an den Sondereinflüssen im Sektor: Der Markt fordert mittlerweile Beweise für die Monetarisierung dieser KI-Features. Die bloße Ankündigung von Integrationen reicht in der aktuellen Marktphase nicht mehr aus, um Bewertungsaufschläge zu rechtfertigen.

Ausblick: Worauf es beim Earnings-Call ankommt

Für den bevorstehenden Quartalsbericht liegt der Fokus weniger auf dem Rückspiegel, sondern auf der Guidance. Analysten erwarten für das Q4 ein Umsatzwachstum im Bereich von ca. 27 % gegenüber dem Vorjahr. Jede Zahl darunter würde die „Growth-Story“ empfindlich stören.

Entscheidend wird sein, ob das Management Anzeichen für eine Stabilisierung des „Consumption-Modells“ sieht. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten neigen Großkunden dazu, ihre Cloud-Ausgaben zu optimieren, was das nutzungsbasierte Erlösmodell von Snowflake direkt trifft.

Fazit für Anleger der Snowflake Aktie

Die Ausgangslage für Snowflake ist hochriskant, bietet aber auch Chancen für antizyklische Investoren.

Das ist jetzt spannend:

  • Die Bewertung hat sich durch den jüngsten Rücksetzer etwas normalisiert, bleibt aber ambitioniert. Der Markt hat viel Negativität bereits eingepreist.
  • Die OpenAI-Integration ist ein starker strategischer Burggraben, dessen finanzieller Impact sich jedoch erst in den nächsten 12 Monaten zeigen wird.

Chancen und Risiken:

  • Chance: Sollte Snowflake eine Prognose für das Fiskaljahr 2027 vorlegen, die eine Beschleunigung des Wachstums durch neue KI-Produkte (Cortex, Snowpark) andeutet, könnte eine dynamische Gegenbewegung (Short Squeeze) erfolgen.
  • Risiko: Enttäuscht die Guidance für die operative Marge oder signalisiert das Management anhaltende „Optimierungen“ bei den Kundenausgaben, droht ein Test der Jahrestiefststände. Der noch immer hohe operative Verlust (GAAP) macht die Aktie anfällig für Zins- und Sentiment-Schwankungen.

Jahreschart Snowflake Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.