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Snap enttäuscht – Aktie bricht ein

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Die Quartalsberichtssaison ist in vollem Gang und bislang fällt diese gemischt aus. Heute möchte ich Ihnen einen Wert vorstellen, der während der Corona-Pandemie innerhalb der sozialen Medienwelt einen Hype erlebt hat – inzwischen aber mit Negativnachrichten regelrecht entsetzt. Die Rede ist von Snap.

Snapchat – eine beliebte Social-Media-Plattform

Dabei ist das bekannteste Produkt des Konzerns – Snapchat – eine beliebte Social-Media-Plattform, die im Jahr 2011 gegründet wurde. Diese ermöglicht es den Benutzern, Fotos und Videos, sogenannte “Snaps”, an ihre Freunde zu senden. Einzigartig ist dabei die zeitliche Begrenzung der Inhalte, da die Snaps normalerweise nur für wenige Sekunden sichtbar sind, bevor sie sich selbst löschen.

Zudem führte das Unternehmen das Konzept von “Stories” ein, dass es den Nutzern ermöglicht, eine Sammlung von Snaps zu erstellen, die für 24 Stunden sichtbar bleiben. Ferner ist die App für seine unterhaltsamen Filter und Linsen bekannt, mit denen Benutzer ihre Fotos und Videos bearbeiten und lustige Effekte hinzufügen können.

AR erfreut sich großer Beliebtheit

Doch das ist längst nicht alles: die Funktionen der App wurden in den letzten Jahren stark ausgebaut. So hat auch die sogenannte erweiterte Realität (AR, Augmented Reality) Einzug gehalten. Hierbei werden virtuelle Objekte auf dem Bildschirm in die reale Umgebung eingefügt und helfen beispielsweise bei Outfit-Fragen von Kleidung oder Schuhen.

Ausblick entsetzte

Doch all das half nicht: Im vergangenen Quartal sank der Snap-Umsatz im Jahresvergleich um 4% auf 1,07 Mrd. Dollar und konnte – immerhin etwas Positives – die Prognosen übertreffen.

Doch mit der Erwartung eines Umsatzes in der Größenordnung von 1,07 bis 1,13 Mrd. Dollar für das laufende Quartal wurden die Schätzungen deutlich verfehlt. Und auch beim Ergebnis gab es Enttäuschungen: Unterm Strich gab es einen Verlust von 377 Mio. Dollar nach einem Minus von 422 Mio. Dollar vor einem Jahr.

Dabei handelt es sich um den dritten Umsatzrückgang in Folge – und auch die Prognose verheißt nichts Gutes. Doch ohnehin wird nicht damit gerechnet, dass das Unternehmen in den nächsten drei Jahren in die Gewinnzone vordringen kann. Von daher überrascht der Ausverkauf zur Wochenmitte schon etwas.

Kommt der Turnaround?

Inzwischen ist alles Negative in den Kursen eingepreist. Allein in dieser Woche stürzte der Kurs um rund ein Viertel ab. Auf Grund dieser Situation äußern sich selbst die ersten Analysten positiv über den Wert – und selbst zur Wochenmitte verringerten sich die Minuszeichen deutlich. Eine Gegenbewegung steht also möglicherweise an. Allerdings bleibt das Risiko hoch. Schließlich gibt es so etwas wie ein „schlimmer kann es nicht kommen“ an der Börse bekanntlich nicht.

Insgesamt ist Snap bei einer jüngeren Zielgruppe, die sich von Facebook und Co. etwas abheben wollen, beliebt. Es hat viele innovative Funktionen eingeführt, die den Umgang mit visuellen Inhalten neu definiert haben. Und diese Entwicklung muss anhalten – hält Snap mit dem Wettbewerb Schritt und wird gleichzeitig profitabel, stehen dem Unternehmen glänzende Zeiten bevor. Anderenfalls verschwindet es von der Bildfläche oder wird – bestenfalls – als Übernahmekandidat gehandelt. Die Aktie eignet sich daher bestenfalls als spekulative Depotbeimischung.