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Rückläufige US-Inflation beflügelte den Aktienmarkt

Inhaltsverzeichnis

Was für eine spannende Woche! So gab es nicht nur gestern ganz frische Zahlen von der Inflationsfront, es stehen auch noch heute und morgen die letzten Sitzungen und Zinsentscheidungen der Notenbanken in den USA und Europa an.

Die November-Inflation ist der letzte Wert, den die US-Notenbank Fed vor ihrer Zinsentscheidung am heutigen Mittwoch berücksichtigen kann.

Oktober-Inflation war bereits rückläufig

Im November hatte die Meldung über ein Nachlassen des hohen Inflationsdrucks in den USA bereits für Aufatmen gesorgt. Es war der vierte Rückgang in Folge: Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise im Oktober nämlich um 7,7%. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 8% gerechnet.

Im Vormonat lag die Inflationsrate noch bei 8,2%. Dennoch lag die Teuerungsrate damit noch fast vier Mal so hoch wie von der US-Notenbank Federal Reserve angestrebt.

Noch im Juni dieses Jahres hatte sich die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen auf 9,1% in den USA belaufen.

Wie sah das in der Vergangenheit aus?

Im zurückliegenden Jahr 2021 belief sich die Inflationsrate in den USA auf rund 4,7% im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr.

Für das nicht mehr lange andauernde Jahr 2022 wird diese auf ca. 8,05% zum Vorjahr prognostiziert. Die jährliche Inflationsrate hat innerhalb der USA im letzten Jahr den höchsten Stand seit 1991 verzeichnet. Zum Vorjahreszeitraum stieg diese um über 3%.

Doch die Prognosen für 2022 toppten das ganze leider noch und ließen jüngst bereits den höchsten Stand seit 1982 vermuten, als der Wert sich auf 6,16% belief. 1980 lag die Rate sogar bei 13,5%.

Treiber der Inflation in den USA sind allem voran die Preise für Lebensmittel sowie für Energie.

US-Inflation zuletzt erneut rückläufig

Gestern Mittag um 14:30 Uhr liefen die neuen US-Verbraucherpreisdaten endlich über die Ticker. So ist die Inflation in den USA im November erneut leicht gesunken. Die jährliche Teuerungsrate lag bei 7,1%, wie das US-Arbeitsministerium heute mitteilte. Marktteilnehmer gingen bis dahin nur von einem Rückgang auf 7,3% aus.

Auch die Kerninflation – also ausgenommen von Energie- und Lebensmittelpreisen – ist von 6,3 auf 6,0% gesunken. Auch hier fiel der Rückgang stärker aus als vom Markt erwartet wurde.

Der Rückgang der US-Verbraucherpreise ist schon der fünfte in Folge und erweckt weiter Hoffnungen, dass die USA den Höhepunkt der historisch hohen Inflationswelle nun hinter sich haben könnte.

Kleines Kursfeuerwerk an den Börsen

Die niedrigere Inflationsrate senkt damit den Druck auf die US-Notenbank hinsichtlich weiterer Zinsanhebungen und sorgte demnach im gestrigen Handel an der Börse für große Erleichterung.

Der Deutsche Leitindex konnte seine Gewinne aus dem frühen Handel gestern nach den US-Inflationsdaten massiv ausbauen und notierte im Plus.  Somit konnte der DAX auch die Verluste vom Wochenbeginn wieder vollständig ausgleichen.