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PayPal Aktie mit Kurssturz! Zu Recht?

Inhaltsverzeichnis

Fast jedes Kind kennt PayPal als führende Zahlungsplattform im Internet. Leider kennen viele Investoren auch den Schmerz, den sie mit ihren PayPal Aktien seit August vergangenen Jahres erleben. Was steckt dahinter? Wurde die Aktie zurecht verprügelt?

Rasant in den Keller

Ein Blick auf den Chart der PayPal Aktie treibt manch einem Anleger die Tränen in die Augen. Notierten die Anteilsscheine Ende Juli vergangenen Jahres noch bei gut 260 Euro, so liegt der Aktienkurs momentan bei noch nicht einmal 110 Euro. Zwischenzeitlich, bei Ausbruch des Ukraine-Krieges, waren wir schon einmal bei gut 80 Euro.

Auch wenn sich die Kurse mittlerweile spürbar erholt haben – zwischen dem Kurs-Top vor noch nicht einmal einem Jahr und dem aktuellen Börsenkurs liegen Welten – Pi mal Daumen um die 60 Prozent. Und dies bei einem Unternehmen, das landhäufig als Musterbeispiel eines erstklassigen Wachstumswerts gilt.

Die Unternehmenszahlen waren nicht schlecht

Was um alles in der Welt ist da geschehen? Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 waren gar nicht so schlecht. Ja, man könnte sie auch als gut, wenn nicht gar als sehr gut bezeichnen. So stieg das Zahlungsvolumen – das Total Pay Volume (TPV) – um beachtliche 33 Prozent auf rund 1,25 Billionen US-Dollar. Der Nettoumsatz von PayPal legte ebenfalls um nicht ganz so üble 18 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar zu. Der Cashflow, keine unwichtige Kennzahl für Unternehmen dieser Art, wuchs um 9 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Fast 50 Millionen neue PayPal-Konten

Ein bedeutsamer Hinweis darauf, dass der US-Zahlungsdienstleister auch in den nächsten Jahren wird wachsen können, ist die Zahl der neuen aktiven Nettokonten. „Netto“ deshalb, weil hier die Erstmals-Nutzer von PayPal bereinigt sind um die inaktiven Nutzer. Jener Wert stieg im Geschäftsjahr um insgesamt 49 Millionen, sodass PayPal Ende des Geschäftsjahres 2021 insgesamt rund 426 Millionen aktive Konten melden konnte.

Dazu beigetragen haben auch die Übernahme von „Buy now, Pay later“, die Möglichkeit, mit Kryptowährungen zu bezahlen, sowie eine neuartige digitale Brieftasche (Wallet).

Wachstum scheint ungebrochen

Im laufenden Geschäftsjahr soll das Zahlungsvolumen (TPV) um 21 bis 24 Prozent zulegen, der Umsatz mit rund 20 Prozent ähnlich stark. Weshalb also liegt der Kurs der PayPal Aktie um die 60 Prozent unter dem vor rund einem halben Jahr?

Zugegeben, die Zahlen für die zurückliegenden Quartale waren etwas schwächer als erwartet. Analysten führen dies auf das nicht zufriedenstellende Wachstum im E-Commerce-Sektor zurück, auf – was sonst – die Corona-Variante Omikron, die Probleme globaler Lieferketten sowie endende Unterstützungen durch die US‑amerikanische Regierung. Zudem belasteten die Unwägbarkeiten durch den Ukraine-Krieg.

Aber: Sind alle diese Gründe, die Analysten nennen, wirklich so gravierend, dass sie einen derart starken Kursverfall rechtfertigen? Vielleicht ja, vielleicht nein. Auf dem aktuellen Kursniveau drängt sich tatsächlich kein hastiger Einstieg auf. Doch geduldige Investoren können ein paar Stücke zum Kurs von rund 100 Euro einsammeln.