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Netflix schockt die Wall Street. Doch die Mehrheit der Analysten hält noch immer zum Streaming-Liebling

Inhaltsverzeichnis

Wir durchleben derzeit eine brutale Börsenphase. Die Nasdaq hat einen desaströsen Start ins neue Jahr hingelegt. Und auch aus dem deutschen Leitindex ist eher ein Leidindex geworden. Der DAX hat ebenfalls den schwächsten Start seit über sechs Jahren hingelegt.

DAX mit dem schwächsten Jahresstart seit über 6 Jahren

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Ende letzter Woche auch Siemens Energy mit einem Verlust von über -20%.  Mit einem Einbruch von -22% war Netflix am Freitag der mit Abstand größte Verlierer im Nasdaq 100. Der Streaming-Star hat überraschend schwache Zahlen vorgelegt und einen enttäuschenden Ausblick für das Gesamtjahr geliefert.

Netflix: Weniger Neukunden als erwartet

Im letzten Quartal hat der Unterhaltungskonzern statt der angepeilten 8,5 Millionen Neukunden nur 8,3 Millionen erreicht. Das allein rechtfertigt noch nicht den Kurssturz von über -22%, der jetzt weiter fortsetzt. Da an der Börse nun einmal die Zukunft gehandelt wird, kommt aus auf den Ausblick an. Und hier hat Netflix selbst die pessimistische Prognose unterboten. Fakt ist aber auch, dass im Streaming-Markt der Wettbewerb immer härter wird.

Noch immer halten 23 von 44 Analysten zu Netflix

Vor diesem Hintergrund ist das Analysten-Urteil erstaunlich. 23 von 44 Analysten empfehlen Netflix weiterhin zum Kauf, 19 raten zum Halten und 4 empfehlen den Verkauf. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt derzeit bei 545 US$ und das höchste sogar bei 750 US$.

Nur noch KGV von 26, im letzten Jahr knapp 50

Auf Basis der Gewinnschätzung für 2023 wird die Streaming-Aktie jetzt mit einem KGV von 26 bewertet. Im letzten Jahr lag das KGV übrigens bei knapp 50. Das ist eine immense Bewertungsdifferenz. Davon will derzeit aber niemand etwas wissen.

Fazit: Negative Nachrichten werden derzeit überbetont und führen sofort massiven Ausverkäufen. Das Problem ist derzeit, dass Kursrutsche nicht automatisch zu Anschlusskäufen führen. Wir brauchen gerade aus der Tech-Branche wieder gute Nachrichten. Die könnten diese Woche zum Beispiel von Microsoft kommen.