Microsoft Aktie: Schicksalswoche für die KI-Wette
Diese Woche blickt die gesamte Wall Street nach Redmond: Microsoft öffnet die Bücher für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Nach einer zuletzt volatilen Kursentwicklung steht für Anleger vor allem eine Frage im Raum: Kann der Software-Gigant die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz endlich in signifikante Gewinnmargen ummünzen, oder fressen die Kosten das Wachstum auf?
Die Microsoft-Aktie (Kürzel: MSFT) notiert aktuell bei 466,69 US-Dollar und verzeichnete zuletzt ein Plus von 3,45 Prozent. Doch der Schein trügt etwas: In den letzten drei Monaten stand das Papier unter Druck. Investoren agieren nervös und warten auf den Beweis, dass die „Azure-First“-Strategie trotz immenser Ausgaben für Rechenzentren weiterhin zweistellige Renditen liefert.
Konsens: Die 80-Milliarden-Dollar-Hürde
Für das abgelaufene Weihnachtsquartal (Q2 2026, endete im Dezember 2025) liegen die Erwartungen der Analysten hoch. Der Markt rechnet fest damit, dass Microsoft beim Umsatz die psychologisch wichtige Marke von 80 Milliarden US-Dollar knackt. Die Konsensschätzungen pendeln sich aktuell bei folgenden Werten ein:
* Umsatzprognose: ca. 80,2 bis 80,3 Milliarden US-Dollar (Vorquartal: 77,7 Mrd. USD).
* Gewinn je Aktie (EPS): ca. 3,86 bis 3,90 US-Dollar.
Sollte Microsoft diese Zahlen liefern, entspräche dies einem soliden Wachstum von rund 15 Prozent beim Umsatz und knapp 20 Prozent beim Gewinn im Jahresvergleich. Doch „solide“ reicht an der Nasdaq derzeit oft nicht aus – vor allem nicht bei einer Bewertung, die viel Zukunftsmusik einpreist.
Capex-Explosion: Investieren bis es schmerzt?
Der wohl kritischste Punkt im kommenden Call wird der sogenannte „Capex“ (Capital Expenditures) sein. Microsoft investiert derzeit pro Quartal Summen in seine Infrastruktur, die dem Jahresumsatz kleinerer DAX-Konzerne entsprechen. Schätzungen gehen davon aus, dass die Investitionsausgaben weiterhin auf Rekordniveau liegen, getrieben durch den Ausbau von KI-Rechenzentren.
CFO Amy Hood muss den Anlegern glaubhaft versichern, dass diese Ausgaben („Spend to grow“) eine klare Rentabilität (ROI) in naher Zukunft versprechen. Die Sorge im Markt: Die Kosten für den KI-Ausbau steigen schneller als die direkten Einnahmen aus Copilot-Abonnements.
Fazit für Anleger der Microsoft Aktie
Die Quartalszahlen am 28. Januar sind für Microsoft eine Bewährungsprobe. Das Unternehmen muss zeigen, dass es den Spagat zwischen massiven Zukunftsinvestitionen und profitablem Wachstum meistert.
Chancen & Risiken im Überblick:
* Das Bullen-Szenario: Azure wächst schneller als erwartet (>32%) und das Management gibt einen optimistischen Ausblick auf die Copilot-Umsätze für 22026. Dies könnte die Aktie schnell Richtung 500 US-Dollar treiben.
* Das Bären-Szenario: Die Investitionskosten (Capex) explodieren weiter, während das Cloud-Wachstum stagniert. In diesem Fall droht ein Rücksetzer, da die Bewertung aktuell wenig Raum für Enttäuschungen lässt.
Ausblick: Anleger sollten nicht nur auf die nackten Zahlen (EPS/Umsatz) schauen, sondern genau auf die Aussagen zur „Forward Guidance“ für das nächste Quartal achten. Besonders der Ausblick auf die Verfügbarkeit von KI-Rechenkapazitäten wird die Kursrichtung für die kommenden Wochen diktieren. Wer investiert ist, hält die Position – Neueinsteiger warten idealerweise die erste Marktreaktion ab.

Jahreschart Microsoft Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com/
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.