Microsoft Aktie rutscht trotz Rekordgewinn – warum?

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Es ist das klassische Paradoxon der aktuellen KI-Ära: Microsoft liefert Zahlen, die noch vor wenigen Jahren für Euphorie gesorgt hätten, doch die Börse straft das Papier ab. Trotz eines Umsatzsprungs von 17 Prozent und eines Gewinns, der die Analystenschätzungen pulverisierte, notiert die Microsoft Aktie im heutigen Handel mehr als sieben Prozent im Minus (Stand: 29. Januar 2026, ca. 15 Uhr).

Der Grund liegt vor allem in einer einzigen, gigantischen Zahl: 37,5 Milliarden US-Dollar. So viel investierte der Tech-Gigant allein im letzten Quartal in seine Infrastruktur – ein Rekordwert, der bei Anlegern Sorgen um die Margen weckt.

Microsoft-Zahlen im Detail: Glanzleistung mit teurem Preisschild

Microsoft meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 81,3 Milliarden USD (ca. 68 Mrd. EUR). Das entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 4,14 USD, deutlich über den erwarteten 3,93 USD. Auch das Sorgenkind der letzten Monate, die Cloud-Sparte Azure, zeigte sich robust: Mit einem Wachstum von 39 Prozent (währungsbereinigt) übertraf sie die Prognosen der Wall Street leicht.

Doch die Reaktion der Märkte war eindeutig: Die Microsoft Aktie rutschte im vorbörslichen US-Handel und auch an den deutschen Börsen massiv ab. In Frankfurt notierte das Papier am Mittag bei rund 375 EUR, ein Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vortag.

Der Auslöser für den Abverkauf sind die explodierenden Kosten. Die Investitionsausgaben kletterten im Jahresvergleich um atemberaubende 66 Prozent auf 37,5 Milliarden USD. Finanzchefin Amy Hood betonte zwar, dass dies notwendig sei, um die „explodierende Nachfrage“ nach KI-Diensten zu bedienen, doch Investoren fragen sich zunehmend, wann sich diese massiven Ausgaben in entsprechender Profitabilität niederschlagen. Goldman Sachs reagierte prompt und senkte das Kursziel auf 600 USD, behielt aber die Kaufempfehlung bei.

Ausblick der Microsoft Aktie: Vertrauen bröckelt nicht, aber Geduld sinkt

CEO Satya Nadella sprach in der Telefonkonferenz von der „Beginnphase der KI-Diffusion“. Die Botschaft ist klar: Wir bauen jetzt die Autobahnen, auf denen die Weltwirtschaft im nächsten Jahrzehnt fahren wird. Für den aktiven Anleger bedeutet der heutige Rücksetzer eine Bewährungsprobe. Ist der Kursrutsch eine Einstiegschance oder der Beginn einer Neubewertung der KI-Gewinner?

Mit einem KGV von 32 ist Microsoft keineswegs günstig, aber angesichts der Monopolstellung im Bereich Enterprise-Software und KI bleibt das Unternehmen das Basisinvestment im Sektor – vorausgesetzt, man akzeptiert die hohen Kosten der Marktführerschaft.

Jahreschart Microsoft Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.