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Kellogg – gesunde Aktie! Ungesundes Frühstück?

Kellogg – gesunde Aktie! Ungesundes Frühstück?
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Inhaltsverzeichnis

Zum Frühstück sind Kellogg Produkte oft so geläufig wie das Amen in der Kirche. Ob das für Kids wirklich so gesund ist? Vor Gesundheit aber strotzt die Aktie und ist deshalb nach wie vor attraktiv.

Seit 1894 Cornflakes

Vor langer, langer Zeit lebten in Battle Creek (US-Bundesstaat Michigan) die Brüder Will Keith Kellogg und John Harvey Kellogg. Und eben diesen beiden gelang im Jahr 1894 erstmals die Herstellung von Cornflakes. Es dauerte dann noch ein paar Jahre, bis die Gebrüder Cornflakes, pardon: Kellogg, ihr eigenes Unternehmen namens Kellogg’s gründete. Das war 1906.

Daraus geworden ist eines der wohl bekanntesten US-Unternehmen mit Weltgeltung und fast ikonischem Ruf. Legendär auch bei uns in Deutschland, Produkte bis Smacks, Frosties oder Crunchy Nut. Kinder lieben das Zeugs – auch und vor allem, weil es so süß ist. Genau das wiederum ruft seit langem Kritiker auf den Plan. Die bemängeln, dass die Amerikaner in punkto Süße des Guten ein wenig zu viel tun. Was im Hinblick auf gesunde und ausgewogene Ernährung insbesondere während der kindlichen Entwicklung nicht so ganz vorteilhaft sei.

Eltern überall auf der Welt kaufen SMACKS & Co. Dennoch, Kids auf aller Welt essen FROSTIES & Co. Trotzdem. Das Unternehmen wächst deshalb stetig, was Anleger ungeachtet der gesundheitlichen Bedenken freut.

Aktienkurs deutlich im Plus

Die seit Monaten andauernden Turbulenzen an den Aktienmärkten konnten Kellogg‘s – ähnlich wie General Mills – nichts anhaben. Im Gegenteil. Die Anteilsscheine stiegen seit Anfang Januar um rund 16 Prozent. Ein erstklassiger Wert, sowohl absolut als auch relativ in einer Börsenphase, während der manche hoch-gelobten Techtitel zwei- oder gar dreimal so viel verloren. Einmal mehr konnte Kellogg‘s seine Qualitäten als sogenannter defensiver Wert ausspielen. Solche Titel gelten gemeinhin als langweilig, haben aber den Vorteil, dass sie eine gleichsam sichere Bank sind, sobald die Börsen Achterbahn fahren. Unternehmen aus der Lebensmittelbranche sind traditionell defensive Werte. Mit ihnen wird zwar niemand über Nacht zum Milliardär. Doch Kursgewinne und Dividenden leisten über die Jahre einen spürbar positiven Beitrag zum Gesamtportfolio des Anlegers.

Anders als hochgezüchtete Technologie- und andere Wachstumswerte können defensive Titel wie Kellogg‘s Zeiten mit gleichsam explodierenden Inflationsraten sehr gut überstehen. Sie sind zwar nicht völlig resistent dagegen, haben aber aufgrund ihrer Markenposition eine sogenannte Preissetzungsmacht – was bedeutet: dass Verbraucher Preiserhöhungen eher akzeptieren als bei anderen Unternehmen. Genau das mögen Investoren.

Kellogg Aktie mit Luft nach oben?

Seit Jahresbeginn hat die Aktie der SMACKS-Company prima abgeschnitten. Aktionäre können sich also gelassen zurückziehen und vielleicht auch mit spöttischem Lächeln beobachten, wie unzählige Technologie-Werte seit Wochen zerlegt werden. Was selbstverständlich nur eine Momentaufnahme ist. Denn in den vergangenen fünf Jahren erreichte die Aktie alles in allem ein geringfügiges Plus von gerade mal 1 Prozent. In dieser Zeit konnten Investoren ihren Einsatz mit nicht wenigen Technologie-Papieren vervielfachen.

Falls sie denn gute Nerven hatten. Falls nicht, sollte man von Tech-Titeln besser die Finger lassen, was allgemein bekannt sein dürfte. Somit sind konservative und risikoscheue Anleger mit der Kellogg Aktie gut bedient. Zumal das Unternehmen seinen Anteilseignern eine ordentliche Dividendenrendite von 3 Prozent bietet.