JPMorgan behauptet die Spitzenposition

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JPMorgan Chase ist die unangefochtene Nummer eins unter den globalen Banken. Der Konzern ist in praktisch allen Bereichen der Finanzwelt tätig – vom Privatkundengeschäft über Firmenkunden, Investmentbanking und Handel bis hin zur Vermögensverwaltung und zum Kreditkartengeschäft. Diese Breite verschafft dem Institut einen Vorteil, den kaum ein Wettbewerber erreicht. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich diese Stärke: Während schwächere Banken zuletzt Einlagenabflüsse verzeichneten, gewann JPMorgan das Vertrauen von Kunden hinzu.

Auch technologisch geht die Bank voran. Sie investiert massiv in künstliche Intelligenz, digitale Prozesse und neue Bezahlmethoden wie tokenisierte (cryptobasierte) Einlagen. Damit stellt sich JPMorgan darauf ein, auch die nächste Generation von Kunden bedienen zu können.

Starke Zahlen untermauern die Dominanz

Die jüngsten Quartalszahlen sprechen eine klare Sprache: Das Investmentbanking steigerte seine Gebühren um 7 %, die Vermögensverwaltung erhöhte die verwalteten Gelder um 18 % und die Handelsbereiche profitierten von einem höheren Umsatz mit Anleihen, Rohstoffen und Derivaten. Unterm Strich erzielte JPMorgan eine Eigenkapitalrendite von 21 %, ein Wert, mit dem selbst die großen US-Wettbewerber nicht mithalten können.

Auch über die vergangenen Jahrzehnte hinweg zeigt sich der Vorsprung. Während Konkurrenten wie Citi oder Bank of America nach der Finanzkrise kaum über die Runden kamen, lieferte JPMorgan zweistellige Wachstumsraten. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Führungskultur: Unter Jamie Dimon wurden riskante Geschäfte konsequent gemieden, auch wenn dies kurzfristig weniger Gewinn bedeutete. Langfristig hat sich diese Vorsicht klar ausgezahlt.

Sechs Monats-Chart zu JPMorgan Chase & Co.

Die Aktie läuft entlang der blauen 50-Tage-Linie weiter und weiter nach oben. (Quelle: Aktien-Screener)

Blick nach vorn

Die Bewertung der Aktie liegt heute zwar über dem historischen Durchschnitt, doch die Rahmenbedingungen sind dafür günstiger: Die regulatorische Unsicherheit nimmt ab, die Zinsen haben sich normalisiert und die Bank verfügt über eine breite Basis für künftiges Wachstum. Das größte Risiko bleibt jedoch der bevorstehende Führungswechsel, da Dimon in den kommenden Jahren abtreten wird. Doch JPMorgan verfügt über eine starke Führungsebene und genügend talentierte Mitarbeiter, um auch ohne ihren langjährigen Chef Kurs zu halten.

Fazit: Keine andere Bank verbindet Größe, Stabilität und Profitabilität so konsequent wie JPMorgan. Auch wenn ein CEO-Wechsel bevorsteht, ist das Fundament so stabil, dass Anleger der Bank weiterhin vertrauen können.