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Johnson & Johnson: Nach Zahlen schwach – Jetzt einsteigen?

Inhaltsverzeichnis

Johnson & Johnson ist Ihnen spätestens seit Corona sicher ein Begriff. Der US-amerikanische Konzern gehörte schließlich zu den wenigen Konzernen, die einen Impfstoff gegen das Virus auf den Markt brachten. 

Schwächeres viertes Quartal bremst den Konzern aus

Doch weniger verkaufte Covid-Impfdosen sowie der starke Dollar haben den Pharma- und Konsumgüter-Riesen nun im zurückliegenden Schlussquartal 2022 ausgebremst, wie Johnson & Johnson im Rahmen der Zahlenvorlage jetzt mitgeteilt hat. Das US-Geschäft wuchs zwar, doch musste man in den internationalen Märkten deutliche Einbußen einstecken.

Aufgrund der weltweiten geringen Akzeptanz der hauseigenen Covid-Impfung – im Gegensatz zum Impfstoff von Biontech beispielsweise – machten zuletzt sogar bereits Spekulationen und Vermutungen die Runde, wonach Johnson & Johnson seine Produktion mit der Zeit auslaufen lassen könnte.

Johnson & Johnson verdient 2022 nur etwas mehr als 2021

Mit Blick auf das Gesamtjahr konnte Johnson & Johnson seinen Konzernumsatz leicht steigern im Vergleich zum Vorjahr auf, und zwar auf rund 95 Mrd. Dollar, was ja immer noch ein hübsches Sümmchen ist. Damit blieb der US-Hersteller jedoch hinter seinen bereits im Herbst vergangenen Jahres zurückgeschraubten Wachstumsambitionen für das Jahr 2022 zurück.

Unterm Strich sank der Gewinn um 14% auf ca. 18 Mrd. Dollar im gesamten Geschäftsjahr. Lediglich bei den bereinigten Ergebnissen schloss man besser ab als geschätzt.

Ausblick mit angezogener Handbremse

Für das aktuelle Geschäftsjahr 2023 stellt der Vorstand rund um CEO Joaquin Duato die Investoren weiterhin schonmal auf gedrosseltes Umsatzwachstum ein. Der Erlös soll sich dem Konzern zufolge im Bereich von 96,9 bis 97,9 Mrd. Dollar bewegen – bereinigt würde das ein Plus von 3,5 bis 4,5% bedeuten, nach einem Zuwachs von 6,2% im abgelaufenen Jahr.

Beim bereinigten Ergebnis je J&J-Aktie rechnet der Pharma-Gigant mit 10,45 bis 10,65 Dollar pro Papier, 2022 gelang es Johnson & Johnson diesen Wert um 3,6% hochzuschrauben auf 10,15 Dollar.

Wachstumsfantasie!

Die Meldung ließe die Aktie zwar einknicken, wie im Chart deutlich zu erkennen ist.

Doch neben einem gedämpften Ausblick und einem schwächer als erwarteten vierten Quartal, sorgt die in diesem Jahr geplante mögliche Abspaltung der Konsumentenprodukte-Sparte unterdessen für jede Menge Wachstumsfantasie sowie die zunehmende Fokussierung auf den Bereich Pharma. Die Medizintechnik soll durch neue Zukäufe gestärkt werden.

Interessant für Sie als Anleger – und als täglicher Leser, wissen Sie was nun kommt – ist vor allem die Dividende. Der Rücksetzer kann also gut und gerne langfristig zum Einstieg genutzt werden. Denn derartige Dellen im Kursverlauf haben sich rückblickend betrachtet bei Johnson & Johnson stets als gute Gelegenheiten zum Einsteigen oder Nachkaufen erwiesen.