Johnson & Johnson nach dem Rücksetzer interessant
Die noch junge Berichtssaison verläuft bislang erfolgreich. Auch der Medizingigant Johnson & Johnson konnte mit seinem Zahlenwerk überzeugen. Dennoch hat die Aktie zuletzt etwas nachgegeben. Der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch ungebrochen.
Johnson & Johnson: breit aufgestellter Gesundheitskonzern
Ich nehme an, die meisten von Ihnen werden Johnson & Johnson kennen. Und falls nicht, werden Ihnen vermutlich Marken wie „Bebe“, „Carefree“, „Listerine“ oder „Penaten“ etwas sagen. Diese gehören inzwischen allerdings nicht mehr zum Konzern. Sein Konsumgüter-Geschäft hatte Johnson & Johnson 2023 abgespalten und unter dem Namen „Kenvue“ als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht.
Seither gliedert sich das Geschäft des 1886 gegründeten Traditionskonzerns in zwei Hauptsparten: Pharmazeutika (Janssen Pharmaceuticals) mit den Bereichen Onkologie, Immunologie, Neuroscience, Kardiologie und Infektionskrankheiten sowie die Medizintechnik mit Produkten für Chirurgie, Orthopädie, Augenheilkunde und Kardiologie.
Prognose angehoben
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Der Konzern bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2026 steigerte Johnson & Johnson den Umsatz um 10% auf 24,1 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,70 Dollar zwar leicht unter dem Vorjahreswert, übertraf aber die Erwartungen der Analysten.
Noch wichtiger aus Anlegersicht: Das Management zeigte sich zuversichtlich und hob den Ausblick für das Gesamtjahr leicht an und rechnet jetzt mit einem Gewinnanstieg um bis zu 8% auf 11,45 bis 11,65 Dollar je Aktie (vorher: 11,43 bis 11,63 Dollar je Aktie).
Johnson & Johnson ist ein „Dividenden-König“
Die Aktie von Johnson & Johnson bewegt sich seit Jahrzehnten in einem langfristigen Aufwärtstrend stetig nach oben. Von Mitte 2022 an durchlief der Kurs aber eine zähe Durststrecke, die im Spätsommer 2025 ihr Ende fand. Langjährige Aktionäre konnten diese Phase dank stetig fließender Dividendenzahlungen vergleichsweise gut überbrücken.
Die aktuelle Dividendenrendite liegt immerhin bei 2,4%. Noch beeindruckender ist allerdings die Historie. Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren die Ausschüttung immer gesteigert haben, werden „Dividenden-Aristokraten“ genannt. Bei einer Serie von mindestens 50 Jahren spricht man von „Dividenden-Königen“.
Bei Johnson & Johnson dauert diese Serie mittlerweile sage und schreibe 64 Jahre. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen eine weitere Erhöhung an. Die Quartalsdividende wird um 3% auf 1,34 Dollar je Aktie angehoben. Aufs Jahr hochgerechnet, schüttet der Konzern 5,36 Dollar je Aktie an die Anteilseigner aus.

Quelle: www.aktienscreener.com
Aufwärtstrend ist intakt – trotz Rücksetzer
Im Sommer 2025 nahm die Aktie von Johnson & Johnson mit dem Ausbruch über ihren alten Höchststand vom April 2022 bei 187 Dollar ihren langfristigen Aufwärtstrend wieder auf. Anfang März markierte der Titel bei 252 Dollar sein vorläufiges Rekordhoch. Von hier aus kam es zu einem Rücksetzer um rund 10%, der jetzt einen günstigeren Einstieg ermöglicht.
Dank einer guten und stetig wachsenden Dividende und relativ kontinuierlich steigender Kurse eignet sich Johnson & Johnson gut als langfristiges Investment für konservative Anleger. Trotz des Rücksetzers gibt die Charttechnik grünes Licht für eine Fortsetzung des langjährigen Aufwärtstrends. Mittelfristig sind Kurse um 270 Dollar realistisch.