Johnson & Johnson Aktie: Hochspannung vor Q4-Zahlen

Eine Spritze wird in ein Covid-19-Impfstofffläschchen gestochen.
Jon Anders Wiken / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Die Johnson & Johnson Aktie steht kurz vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Am Mittwoch, den 21. Januar 2026, öffnet der Gesundheitsgigant vor Börsenbeginn seine Bücher für das vierte Quartal 2025.

Investoren blicken gespannt auf die Frage, ob das starke Wachstum der MedTech-Sparte die Umsatzeinbußen durch Biosimilar-Konkurrenz beim Blockbuster Stelara kompensieren kann. Analysten rechnen mit soliden Zahlen, doch der Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 dürfte die Kursrichtung bestimmen.

Analysten-Konsens: Das erwartet die Wall Street

Die Erwartungshaltung an den Dividendenaristokraten ist robust. Für das abgelaufene vierte Quartal 2025 rechnen Marktbeobachter im Schnitt mit einem Umsatz von rund 24,14 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau.

Beim bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) liegt die Messlatte bei etwa 2,50 US-Dollar. Im vorangegangenen dritten Quartal konnte Johnson & Johnson die Prognosen bereits schlagen (EPS: 2,80 USD vs. 2,76 USD erwartet). Anleger hoffen nun auf eine Wiederholung dieses Musters, um den Aktienkurs, der aktuell bei rund 218 US-Dollar notiert, weiter zu stützen.

Was Anleger überraschen könnte

Abseits der reinen Finanzkennzahlen könnte das Management im Rahmen des „Earnings Call“ für Bewegung sorgen. Besonders im Fokus steht die Prognose für 2026. Erste Indikationen deuteten bereits darauf hin, dass Johnson & Johnson trotz des Gegenwinds ein operatives Umsatzwachstum von über 5 Prozent anpeilt.

Sollte der Konzern diese optimistische Haltung konkretisieren und eine starke Guidance vorlegen, könnte dies als klares Signal der Stärke interpretiert werden. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die Talkum-Rechtsstreitigkeit. Obwohl die operative Performance stimmt, schwebt die ungelöste Klagewelle weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Bewertung. Investoren werden genau hinhören, ob es Updates zu Vergleichszahlungen oder juristischen Strategien gibt.

Fazit für Anleger

Die kommenden Quartalszahlen sind für die Johnson & Johnson Aktie richtungsweisend. Das Unternehmen befindet sich in einer komplexen Übergangsphase, in der alte Blockbuster durch neue Innovationen ersetzt werden müssen. Chancen und Risiken im Überblick:

  • Das bullische Szenario: Starke MedTech-Verkäufe und eine optimistische 2026er-Prognose bestätigen, dass J&J den „Stelara-Cliff“ besser meistert als befürchtet. Dies würde das aktuelle Kursniveau rechtfertigen und könnte die Aktie Richtung Allzeithoch treiben.
  • Das bärische Szenario: Sollte der Preisverfall bei Stelara schneller voranschreiten als das Wachstum neuer Produkte, droht Druck auf die Margen. Eine verhaltene Prognose könnte kurzfristig zu Gewinnmitnahmen führen.
  • Dividende: Mit einer erwarteten Dividende von zuletzt 1,30 USD pro Quartal bleibt die Aktie für Einkommensinvestoren ein Fels in der Brandung, unabhängig von kurzfristiger Volatilität.

Anleger sollten am Mittwochmorgen besonders auf den Ausblick für 2026 achten. Dieser wird wichtiger sein als der reine Rückblick auf das vierte Quartal.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.