Jefferies-Aktie: Jahreszahlen im Fokus – starke Kursziele

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Die Spannung bei den Aktionären von Jefferies steigt. Am kommenden Mittwoch, den 7. Januar 2026, wird die Investmentbank ihre Bücher für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 öffnen. Nach einem starken dritten Quartal, das die Markterwartungen deutlich übertraf, richten sich die Blicke nun darauf, ob das Institut den positiven Trend im volatilem Marktumfeld bestätigen kann.

Die Aktie notiert zum Wochenstart bei rund 63,46 USD und zeigt sich im Vorfeld der Veröffentlichung leicht konsolidiert. Während das operative Geschäft von einer Belebung der Kapitalmärkte profitiert, sorgen aktuelle juristische Nachrichten und strategische Zukäufe für Gesprächsstoff auf dem Parkett.

Starke Vorlagen und hohe Erwartungen für Q4

Das Investmenthaus geht mit Rückenwind in den Jahresendspurt. Im vorangegangenen dritten Quartal konnte Jefferies einen Umsatz von 2,05 Mrd. USD verbuchen und übertraf damit die Prognosen deutlich. Besonders das Beratungsgeschäft (Advisory) und das Underwriting zeigten sich robust. Für das anstehende vierte Quartal rechnen Analysten im Konsens mit einem Umsatzniveau von knapp 2,0 Mrd. USD und einem Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 0,83 USD und 0,94 USD. Sollten diese Werte erreicht werden, würde dies eine signifikante Stabilisierung gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeuten.

CEO Brian Friedman hatte sich zuletzt optimistisch geäußert und auf ein verbessertes Umfeld für Fusionen und Übernahmen (M&A) verwiesen – ein Sektor, der für die Ertragsstärke von Jefferies essenziell ist.

Einflussfaktoren: Strategische Expansion vs. Altlasten

Zwei wesentliche Entwicklungen prägten die Nachrichtenlage der letzten Wochen und beeinflussen die Stimmung der Investoren:

  • Strategische Expansion: Im Dezember 2025 gab Jefferies den Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung an der Hildene Holding Company bekannt. Der Schritt zielt darauf ab, die Präsenz im Bereich der privaten Kreditmärkte (Private Credit) und der Vermögensverwaltung massiv auszubauen – ein Wachstumsmarkt, der die Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Investmentbanking reduzieren soll.
  • Rechtliche Risiken: Ein Dämpfer kommt aus der juristischen Ecke. Aktuell rufen diverse Kanzleien zu Sammelklagen auf, die sich auf die Geschäftsbeziehungen zwischen Jefferies‘ Finanzierungsarm Point Bonita Capital und dem insolventen Autoteilezulieferer First Brands Group beziehen.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Störfeuer bleiben die Experten der großen Wall-Street-Häuser überwiegend positiv gestimmt. In den letzten Wochen gab es mehrere positive Anpassungen:

Die Analysten von Oppenheimer hoben ihr Kursziel im Dezember auf ambitionierte 97 USD an und bestätigten ihre „Outperform“-Einschätzung. Auch Morgan Stanley stufte das Papier kürzlich auf „Overweight“ hoch, mit einem Ziel von 78 USD. Die Experten begründen dies vor allem mit der erwarteten Erholung des weltweiten M&A-Volumens im Jahr 2026, wovon Jefferies als führende unabhängige Investmentbank überproportional profitieren dürfte.

Fazit für Anleger

Die Jefferies-Aktie steht vor einer richtungsweisenden Woche. Für Investoren ergibt sich derzeit folgendes Bild:

  • Chancen: Bestätigt das Unternehmen am Mittwoch die Erholung im Investmentbanking und liefert einen positiven Ausblick auf die M&A-Pipeline für 2026, könnte die Aktie den jüngsten Abschlag schnell aufholen. Die Bewertung erscheint mit einem KGV im niedrigen zweistelligen Bereich im Vergleich zu großen US-Banken attraktiv.
  • Risiken: Der Fokus liegt auf dem Risikomanagement. Anleger sollten genau hinhören, wie das Management die finanziellen Folgen der „First Brands“-Insolvenz beziffert. Enttäuschende Aussagen hierzu oder eine unerwartete Rückstellung könnten den Kurs kurzfristig belasten.
  • Strategie: Die Aktie eignet sich aktuell vor allem für risikobewusste Anleger, die auf ein Comeback des Deal-Making-Marktes setzen. Die Quartalszahlen am 7. Januar fungieren als wichtiger Katalysator.

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.