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Jazz Pharmaceuticals – starkes Wachstum mit CBD-Medi

Inhaltsverzeichnis

Ein außergewöhnliches Biotech-Unternehmen ist Jazz Pharmaceuticals. Die Aktie könnte in den nächsten Jahren für einige Überraschungen gut sein.

Künftiger Blockbuster?

Mag sein, Jazz Pharmaceuticals ist auf eine Goldader gestoßen. Diese Goldader trägt die etwas sperrige Bezeichnung Epidiolex. Dabei handelt es sich um ein aus Cannabidiol (CBD) abgeleitetes Medikament. Zugelassen wurde es zur Therapie und Behandlung des „Lennox-Gastaut-Syndroms“, des „Dravet-Syndroms“ (beides eher seltene Spielarten der Epilepsie) sowie von Anfällen bei Tuberöser Sklerose. Bereits im Jahr 2018 hatte die US-amerikanische Aufsichtsbehörde Food & Drug Administration (FDA) Epidiolex als erstes Medikament auf CBD-Basis zugelassen.

Der Vollständigkeit und auch Fairness halber sei erwähnt, dass das CBD-Medi nicht in den Garküchen von Jazz entwickelt wurde, sondern von einem anderen Biotech-Unternehmen namens GW Pharmaceuticals. Jazz übernahm die Firma für rund 7,2 Milliarden US-Dollar, abgeschlossen war der Deal im Mai vergangenen Jahres.

Wachsender Anteil von Epidiolex am Gesamtumsatz

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erlöste Jazz knapp 158 Millionen US-Dollar mit dem CBD-Mittel – immerhin 6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nunmehr wird in klinischen Studien untersucht, ob das Medikament auch bei Epilepsie mit myoklonisch-atonischen Anfällen angewendet werden kann. Nach Meinung des Jazz-Vorstands könnte das Medikament in den nächsten Jahren zum Blockbuster werden. Vieles deutet darauf hin – etwa, dass Epidiolex nun auch in Großbritannien, Deutschland, Italien und Spanien erhältlich ist.

Marktforscher sind überzeugt, dass Pharmazeutika auf Cannabis-Basis eine große Zukunft vor sich haben. So kommen Studien zu dem übereinstimmenden Ergebnis, dass dieses Pharma-Segment bis 2028 im Schnitt mit mehr als 100 Prozent jährlich wachsen wird.

Kursschwäche zum Einstieg nutzen?

In den vergangenen acht Jahren kratzte der Aktienkurs zweimal an der Schallmauer von 200 US-Dollar. Überwunden wurde dieses Hindernis nicht. Momentan konsolidieren die Anteilsscheine, nach ihrem Zwischenhoch im Juli vergangenen Jahres bei rund 186 US-Dollar, im Bereich von 150/160 US-Dollar.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2022 signalisiert mit rund 21 eine faire Bewertung, eine Unterbewertung zumindest für den Pharmasektor für das Jahr 2023. Für jenes Jahr schätzen Analysten ein KGV von nur noch 13.

Fazit: Jazz Pharmaceuticals hat ein bereits zugelassenes Medikament mit Blockbuster-Qualität, nahezu 20 Medikamente sind in der Entwicklung. Auf dem derzeitigen Niveau könnte der Einstieg mit Sicht auf die nächsten fünf Jahre sehr lohnend sein.