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Jahrhundert-Baisse 2022: Gehören Sie nicht zu den Verlierern

Inhaltsverzeichnis

Die Nachricht von Nick Timiraos, einem leitenden Wirtschaftskorrespondenten des Wall Street Journal, ließ Anleger-Herzen diese Woche höherschlagen.

So deutete Timiraos in einem Artikel des Wallstreet-Journal an, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nach der nächsten geplanten Anhebung von 0,75 Prozentpunkten nicht mehr so stark anheben würde!

Timiraos gilt als sogenannter „Fed-Flüsterer“, weil er die nächsten Schritte der US-Zentralbank mehrmals richtig vorhergesagt hatte. So erstaunte Timiraos vor etwas mehr als einem Jahr mit der Nachricht, dass die Fed im folgenden November damit beginnen würde, ihre Stimulierung der Märkte durch Zuführung von Liquidität aufgrund der Corona-Pandemie zurückzufahren. Wie Recht er damit hatte, wissen Sie selbst.

 Wahren Ruhm erlangte er jedoch, als er in einem Artikel prophezeite, die Fed werde “wahrscheinlich eine Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte in Betracht ziehen“, während Anleger weltweit nur eine Erhöhung um einen halben Prozentpunkt prognostizierten.

Kein Wunder, dass viele Anleger, Timiraos jüngste Nachricht für bare Münze nehmen und davon ausgehen, dass dies der Startschuss für die Jahresendrallye ist. Wenn sie sich da mal nicht irren.

2022 droht für Anleger das schlimmste Jahr zu werden!

Dafür reicht ein Blick auf die Entwicklung von Anleihen- und Aktien-Renditen in diesem Jahr. Schließlich handelt es sich um die beiden wichtigsten liquiden Anlageklassen, deren Anlagemix bestehend aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen sich großer Beliebtheit erfreut! Hier wird bekanntlich das meiste Geld investiert.

Das sieht auch die Bank of America so und hat sich deshalb die Mühe gemacht, den Ertrag eines US-Portfolios bestehend aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen über die vergangenen knapp 100 Jahre zu errechnen. Das folgende Balkendiagramm zeigt Ihnen das Ergebnis:

USA: Erträge eines 60% (Aktien) :40% (Anleihen)-Portfolios, jährlich, 1927 bis 2022

2022: Schlimmster Verlust seit 100 Jahren

Quellen: BofA Global Investment Strategy, Global Financial Data

Dieses Jahr sieht verheerend aus: Wenn der Trend in den verbleibenden zwei Monaten anhält, wird es das verlustreichste der letzten 100 Jahre werden!

Die meisten Anleger leiden derzeit unter diesen starken Einbußen – und zwar weltweit, denn die rekordhohen Verluste sind nicht auf die USA beschränkt.

Denn mal ehrlich, was hat sich geändert seit letzter Woche? Nichts!

Auch wenn die Fed weniger aggressiv die Zinsen erhöhen sollte, werden die Probleme nicht kleiner werden. Ganz im Gegenteil. Um die Inflation in den Griff zu bekommen, müssten die Zinsen über die 10 Prozentmarke steigen! Ein aussichtsloses Unterfangen vor allem, wenn die Fed jetzt schon wieder zurückrudert!

Und in Europa sieht es wegen der heftigen Energiekrise noch viel verheerender aus. Die Jahresendrallye wird dieses Jahr ausfallen!