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HubSpot – CRM für KMU

HubSpot – CRM für KMU
Ralf / stock.adobe.com
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HubSpot ist in einer lukrativen Nische unterwegs. Doch die Aktie hat’s in den vergangenen sechs Monaten förmlich zerrissen. Wie geht’s weiter?

KMU als Zielgruppe

HubSpot macht im Grunde das Gleiche wie Platzhirsch Salesforce, nämlich Software und Tools für Customer Relation Management (CRM). Mit dem Unterschied, dass Salesforce überwiegend bei den Großen und Größten unterwegs ist, HubSpot sich hingegen auf kleinere und mittelgroße Firmen – die KMU – konzentriert hat.

Diese bekommen von HubSpot eine Plattform zur Verfügung gestellt, deren Software vielfältig einsetzbar ist. Hauptsächlich für Marketing und Vertrieb sowie Kundenservice. Abgedeckt sind zudem Content Management, Datenintegration sowie die Automatisierung des Workflows. Mit diesen Instrumenten sollen, kaum verwunderlich, möglichst viele neue Kunden gewonnen und gehalten werden. Nice to know: HubSpot wurde im Jahr 2006 gegründet, Salesforce ist gut sieben Jahre älter.

Tolle Zahlen für Q1 warten auf Q2

Für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres legte HubSpot sehr gute Zahlen vor. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 40 Prozent auf knapp 400 Millionen US- Dollar. Der Gewinn je Aktie (earnings per share = EPS) stieg von 0,31 auf 0,54 Dollar. Zahlen also wie aus dem Bilderbuch.

Nunmehr warten Investoren mit Spannung, ob sich Aufwärtstrend und Wachstum im zweiten Quartal des Geschäftsjahres fortgesetzt haben. Die Bilanz für diesen Zeitraum wird voraussichtlich in der ersten Augusthälfte präsentiert.

Zur Vollständigkeit noch ein paar ältere Werte. Im Geschäftsjahr 2021 stieg die Zahl der Bestandskunden um mehr als ein Viertel auf knapp 144.000. Der Durchschnittsumsatz je Kunde wuchs um 12 Prozent. Die Umsatzerlöse in 2021 betrugen rund 1,4 Milliarden US-Dollar, knapp die Hälfte mehr als im Geschäftsjahr 2020

Hat die Aktie Kurspotenzial?

Zweifellos, HubSpot bedient eine Nische, um die sich die Großen wie Salesforce entweder noch nicht oder nicht richtig gekümmert haben. Für HubSpot die Chance schlechthin, weiter mit gutem Tempo zu wachsen. Marktforscher wollen wissen, dass das Umsatzvolumen in dieser Nische in den nächsten drei Jahren im Schnitt um gut 13 Prozent auf knapp 160 Milliarden US-Dollar jährlich wachsen wird.

Somit eine gute Gelegenheit für Anleger zum Einstieg auf dem aktuellen Niveau? Durchaus. Denn die Anteilsscheine von HubSpot (WKN: A12CWQ) gibt es jetzt so preiswert wie lange nicht. Noch Mitte November vergangenen Jahres notierten die Papiere bei rund 800 US-Dollar. Der momentane Kurs liegt um mehr als die Hälfte darunter. Denn derzeit notiert die Aktie bei rund 320 Dollar.

Am Geschäftsmodell von HubSpot dürfte es nicht liegen. Eher schon am seit längerem tech-feindlichen Umfeld an den Börsen und vielleicht auch daran, dass Investoren langsam und nachhaltig schwarze Zahlen bei HubSpot sehen wollen. Mit Sicht auf die nächsten fünf Jahre scheint es momentan nicht verkehrt, ein paar Stücke einzusammeln.

Vorsicht: Da an den deutschen Börsen nur wenige Stück umgehen, der Markt für die Aktie also recht eng ist, sollte man beim Kauf diszipliniert Limits setzen.