Home Depot Aktie: Gelingt der Turnaround am Immobilienmarkt?
Die Home Depot Aktie steht vor einer richtungsweisenden Woche: Am Dienstag, den 24. Februar 2026, öffnet der weltgrößte Baumarkt-Konzern vor US-Börsenstart seine Bücher für das vierte Quartal. Nach einem starken Jahresauftakt an der Börse blicken Anleger nun nervös auf die Realität in den Auftragsbüchern: Kann der Konzern die hohen Erwartungen an eine Markterholung 2026 bestätigen oder dämpft die anhaltende Zinslast die Kauflaune?
Analystenkonsens: Dämpfer zum Jahresausklang erwartet
Für das abgelaufene vierte Quartal (Q4 2025) rechnen die Experten an der Wall Street mit einem verhaltenen Abschluss. Die Konsensschätzungen deuten darauf hin, dass die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht rückläufig sein dürften. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz-Rückgang.
Noch deutlicher dürfte der Rückgang beim Gewinn ausfallen. Der Markt kalkuliert mit einem Ergebnis je Aktie (EPS) im Bereich von 2,51 bis 2,53 US-Dollar. Das wäre ein Minus von rund 20 Prozent im Jahresvergleich. Der Grund für diese Diskrepanz liegt primär in der hohen Vergleichsbasis und dem anhaltenden Margendruck durch den veränderten Produktmix – Kunden kauften zuletzt weniger Großgeräte und fokussierten sich auf kleinere Instandhaltungsprojekte.
Zinswende und Immobilienmarkt
Die Home Depot Aktie konnte seit Jahresbeginn 2026 bereits um rund 10 Prozent zulegen, was eine gewisse Vorschusslorbeeren-Mentalität der Investoren zeigt. Diese Rallye basiert auf der Hoffnung, dass die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed endlich im realen Immobilienmarkt ankommen. Das Management um CEO Ted Decker hatte bereits auf dem Investorentag im Dezember einen vorsichtigen Ausblick gegeben, dabei aber zwei Szenarien skizziert:
- Das Basisszenario: Ein „Slow-Growth“-Umfeld mit einem Umsatzplus von 2,5 bis 4,5 Prozent für das Fiskaljahr 2026.
- Das Erholungsszenario: Sollte der Immobilienmarkt durch sinkende Hypothekenzinsen schneller anspringen, könnte das Wachstum deutlich dynamischer ausfallen.
Besonders im Fokus steht am Dienstag der Kommentar zur Entwicklung bei den Pro-Kunden (Handwerker und Bauunternehmen). Nach der Integration von Zukäufen wie SRS Distribution achten Analysten genau darauf, ob Home Depot hier Marktanteile gegen den Wettbewerber Lowe’s gewinnen konnte.
Dividende: Zahltag für treue Aktionäre?
Traditionell nutzt Home Depot die Veröffentlichung der Q4-Zahlen im Februar, um eine Erhöhung der Dividende bekanntzugeben. Aktuell schüttet der Konzern 2,30 US-Dollar pro Quartal aus (9,20 US-Dollar auf Jahressicht). Angesichts der starken Cashflow-Generierung und der Historie als zuverlässiger Dividendenzahler rechnen Marktbeobachter fest mit einer Anhebung.
Eine Erhöhung um etwa 3 bis 5 Prozent gilt als realistisch, was die Dividendenrendite auf dem aktuellen Kursniveau von rund 382 US-Dollar weiter attraktiv halten würde. Dies wäre ein wichtiges Signal der Stärke in einem makroökonomisch noch immer herausfordernden Umfeld.
Fazit für Anleger der Home Depot Aktie
Die kommenden Quartalszahlen sind mehr als nur ein Rückblick – sie sind der Lackmustest für die jüngste Kursrallye der Home Depot Aktie. Das ist jetzt wichtig:
- Chancen: Sollte Home Depot einen optimistischeren Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2026 geben und Anzeichen für eine Belebung bei Großprojekten melden, könnte die Aktie den Widerstand bei 400 US-Dollar ins Visier nehmen. Die Bewertung ist mit einem KGV von ca. 24 ambitioniert, aber bei einer zyklischen Erholung vertretbar.
- Risiken: Enttäuscht der Ausblick oder warnt das Management vor einer „länger als erwarteten“ Schwächephase im US-Häusermarkt, drohen Gewinnmitnahmen. Die hohen Erwartungen, die im aktuellen Kurs von 382,24 US-Dollar eingepreist sind, lassen wenig Raum für Fehler.

Jahreschart der Home Depot Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com/
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.