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HP mit verhaltenem Ausblick – was macht die Aktie?

Inhaltsverzeichnis

Der kalifornische PC- und Druckerhersteller HP war ein Profiteur der Corona-Pandemie. Auch nach dem Wegfall der meisten staatlichen Beschränkungen läuft das Geschäft solide, die Erwartungen für das zweite Quartal konnten zum Teil übertroffen werden.

Profiteur des Homeoffice-Booms

Aktionäre von HP hatten in den letzten beiden Jahren viel Grund zur Freude: Während viele Unternehmen stark unter der Corona-Pandemie litten, profitierte HP vom Homeoffice-Boom, was der Aktie in den gut zwei Jahren seit März 2020 beinahe eine Verdreifachung des Kurses von knapp 12,50 Euro auf rund 37 Euro einbrachte. Doch auch nach Aufhebung der meisten staatlichen Corona-Maßnahmen in weiten Teilen der Welt sieht es für die Kalifornier gut aus, wie die Zahlen zum am 30. April 2022 beendeten zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022 belegen.

Umsatz über den Erwartungen

Beim Umsatz gelang dem bis 2015 unter dem Namen Hewlett Packard Enterprises firmierenden Konzern gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung um 3,9 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit knapp 16,2 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vergleich zum Vorquartal verlangsamte sich das Wachstum damit aber deutlich, denn im ersten Quartal (mit dem lukrativen Weihnachtsgeschäft) hatte der Umsatz noch um 8,8 Prozent zugelegt.

Gut lief es vor allem im Segment Personal Systems, das primär PCs und Laptops umfasst und sich im Vorjahresvergleich um 9 Prozent auf gut 11,5 Milliarden Dollar steigern konnte. Das Segment Printing musste dagegen einen Rückgang um 7 Prozent auf knapp 5 Milliarden Dollar hinnehmen.

Das operative Ergebnis verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um gut 6 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar. Das verwässerte Ergebnis je Aktie (US-GAAP) sank um 4 Cent auf 94 Cent. Damit wurde die eigene Prognose, die bei 95 Cent bis 1,01 Dollar lag, knapp verfehlt.

Anders sah es bei der Non-GAAP-Bilanzierung aus, die u.a. Einmaleffekte herausrechnet. Hier erreichte HP mit einem verwässerten Ergebnis je Aktie von 1,08 Dollar das obere Ende seiner Prognose und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen der Experten um 3 Cent.

Gemischter Ausblick

Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 senkt das Management seine Prognose für das verwässerte Ergebnis je Aktie nach GAAP-Berechnung von bisher 3,87 bis 4,07 Dollar auf 3,79 bis 3,93 Dollar. Der Ausblick für das verwässerte Non-GAAP-Ergebnis je Aktie wird dagegen von 4,18 bis 4,38 Dollar leicht auf 4,24 bis 4,38 Dollar angehoben. Beim Free Cash Flow bleibt es bei erwarteten mindestens 4,5 Milliarden Dollar. Die HP-Aktie reagiert unaufgeregt auf die Quartalszahlen und liegt im deutschen Vormittagshandel bei etwas über 36 Euro.