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Hedgefondsmanager legt bei Appian-Aktie massiv nach

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Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Appian

Beim Softwarekonzern Appian hat auf dem gedrückten Kursniveau der renommierte Hedgefondsmanager Colin Moran von Abdiel Capital Management seine Kaufserie wieder aufgenommen. Bei Kursen zwischen 31,98 und 35,40 Dollar erwarb der Großanleger 265.000 Aktien. Insgesamt hatten die Käufe ein Volumen von rund 8,73 Millionen Dollar. Damit summieren sich die Käufe seit November inzwischen auf 595.000 Aktien. Nach den Transaktionen hält Abdiel Capital Management inzwischen 9,08 Millionen Anteilscheine, was 12,5% aller Firmenanteile entspricht.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Automatisierungsplattform an. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Workflows, Datenstrukturen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert werden müssen. Die Kunden des Unternehmens sind Finanzdienstleister, Behörden, Bildungseinrichtungen, Technologie, Medien und Telekommunikation, Verbraucher und Industrieunternehmen.

Die Käufe kamen nachdem Appian Anfang November seine Prognose gesenkt hatte. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 461 bis 466 Millionen Dollar (vorheriger Ausblick: 466 bis 470 Mio. Dollar). Das entspricht einem Anstieg von 25 bis 26% gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Verlust wird bei 1,30 bis 1,36 Dollar pro Aktie erwartet (frühere Prognose: -0,86 bis -0,90 Dollar je Aktie).

Dave & Buster’s Entertainment

Seit dem Jahreswechsel zog die Aktie des Restaurantbetreibers Dave & Buster’s Entertainment kräftig an und legte um mehr als 20% zu. Auf dem erhöhten Kursniveau griffen jetzt gleich drei Insider zu. In Summe sammelten drei Manager 7.835 Aktien ein. Bei Kaufkursen zwischen 40,81 und 42,54 Dollar lag der Gegenwert der Zukäufe bei 327.713 Dollar.

Dave & Buster’s Entertainment besitzt und betreibt Unterhaltungs- und Speiselokale in Nordamerika. Das Unternehmen betreibt seine Lokale unter dem Namen Dave & Buster’s. Zum 30. Januar 2022 besaß und betrieb der Konzern 144 Geschäfte in 40 Staaten, Puerto Rico und einer kanadischen Provinz.

Im dritten Quartal kletterten die Umsätze um 51% auf 481,2 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 90,0 Millionen Dollar oder 18,7% des Umsatzes. Das lag 2,8 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Heico Corporation

Bei dem US-Unternehmen Heico kam es ebenfalls zu Käufen durch diverse Insider. In Summe erwarben neun verschiedene Firmeninsider 11.947 Aktien. Das Kaufvolumen lag bei über 1,8 Millionen Dollar.

Heico Corporation ist ein Hersteller von Ersatzteilen für Düsentriebwerke und Flugzeugkomponenten. Die Produkte des Konzerns finden sich in großen Verkehrsflugzeugen, Regional-, Geschäfts- und Militärflugzeugen sowie in einer Vielzahl von Industrieturbinen, Zielsystemen, Raketen und elektro-optischen Geräten.

Die Aktie notiert gerade auf einem Allzeithoch. Im zurückliegenden Quartal erhöhten sich die Umsätze um 19,7% auf 609,64 Millionen Dollar. Das EBITDA stieg zugleich um 23% auf 172,2 Millionen Dollar, gegenüber 139,5 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahresquartal.