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General Mills – gegessen und getrunken wird immer

Inhaltsverzeichnis

Von den crash-artigen Turbulenzen an den Märkten blieb die Aktie von General Mills verschont – der Kurs legte sogar zu. Wer ohne Stress ans Ziel kommen möchte, dürfte mit den Papieren ganz gut bedient sein.

Rein in die Defensive

Ob es wohl etwas Langweiligeres gibt als Unternehmen, somit auch Aktien aus der – im weitesten Sinn – Lebensmittelbranche? Wohl nicht. Aber müssen es immer heiße Reifen sein, scharfgewürztes exotisches Essen und übersichtliche Menüs mit viel Schnick-Schnack an Gedöns & Co.? Wohl nicht. Auch Hausmannskost, um im Bild zu bleiben, kann sehr nahrhaft, sättigend und überdies auch gesund sein.

Übertragen auf die Aktie von General Mills heißt das: In den vergangenen zehn Jahren sprang für Anleger ein Kursplus von nahezu 80 Prozent heraus. Rechnet man die Dividende von rund 3 Prozent hinzu, so sind die Papiere mindestens ein Siebenprozenter im Schnitt. Sooooo schlecht ist das nicht.

Defensive Aktien stehen nun einmal nicht im Rampenlicht. Die sind nicht in, nicht hipp, nicht trendy, sondern sterbenslangweilig und grotten-öde. Wie faszinierend ist da doch die Welt der Tech-lastigen Wachstumswerte, mit denen sich relativ flott etliche Dutzend Prozent gewinnen lassen. Oder auch nicht – siehe die aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten.

Die faden Papiere von General Mills haben seit Jahresbeginn mehr als 11 Prozent zugelegt. Plötzlich ist Investoren wieder eingefallen, dass gerade in einem Umfeld mit beinahe dramatisch steigenden Inflationsraten und Zinsen defensiven Sektoren mit defensiven Aktien grandiosen Charme haben.

Keine Wachstumsrakete, aber für Plus immer gut

General Mills überzeugt mit einem recht breiten, zudem starken Produkt- und Markenmix. Abgedeckt werden die Bereiche Lebensmittel und Tiernahrung. Besonders in Nordamerika haben Marken wie Cheerios, Betty Crocker oder Pillsbury einen guten Stand. In Deutschland ist das Unternehmen mit der cremig-leckeren Eis-Edelmarke Häagen-Dazs vertreten.

Ein weiteres Argument für stetiges Wachstum in Zeiten wie diesen liefern mehrere Analysten – unabhängig voneinander. Sie vermuten, ja behaupten – was wohl auch stimmt –, dass in unsicheren Zeiten, zumal bei hoher Inflation, Menschen zunehmend zu Hause essen und kochen und nicht mehr auswärts im Restaurant. Praktisch alles, was man dazu braucht, gibt es bei General Mills.

Eine Studie kommt überdies zu dem Ergebnis, dass der Konzern im Vergleich eine erstklassige Preissetzungsmacht hat – übrigens wie andere Größen aus der Lebensmittelbranche. Heißt: Höhere Einkaufspreise können gut an Verbraucher weitergegeben werden, sodass kaum Margendruck entsteht.

Und was macht die Aktie?

Die Anteilsscheine von General Mills notieren bei knapp 70 US-Dollar und somit nahe ihres historischen Höchststands. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das kommende Geschäftsjahr beträgt moderate knapp 17.

Fazit: Selbst, wenn die Zeiten viel ruhiger wären als jetzt – konservative Anleger können den Einstieg wohlwollend erwägen.