Gefahr durch Hacker: Wie Sie als Anleger reagieren können!

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Es ist eine allgegenwärtige Gefahr: Jeden Tag greifen kriminelle Hacker die Netzwerke von Unternehmen an und haben damit allzu oft Erfolg. Für die Wirtschaft ist die Cyberkriminalität einer der größten Risikofaktoren und Verlustbringer überhaupt. Umso besser, dass Sie als Anleger etwas dagegen tun und sich gleichzeitig lukrative Renditechancen sichern können.

Bevor wir uns hierzu eine konkrete Aktie anschauen, werfen wir zunächst einen Blick auf eine neue Studie, die das Ausmaß der Cyberkriminalität in Deutschland offenbart. Vor wenigen Tagen hat nämlich die Prüforganisation TÜV ihren Cybersecurity-Report veröffentlicht, der sich auf eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos stützt.

TÜV-Studie: Warum die Bedrohung durch Hackerangriffe zunimmt

Demnach waren im letzten Jahr 11 Prozent der deutschen Unternehmen von einem IT-Sicherheitsfall betroffen – also etwa 50.000 Firmen. Dabei handelt es sich laut dem TÜV insbesondere um erfolgreiche(!) Cyberangriffe, aber auch um andere sicherheitsrelevante Vorfälle wie etwa Sabotageakte von Mitarbeitern.

Die Bedrohungslage jedenfalls hat laut der Studie zugenommen – vor allem wegen des Ukraine-Kriegs und der wachsenden Gefahr von staatlich initiierten Cyberangriffen beispielsweise vonseiten Russlands. 58 Prozent der deutschen Firmen sind demnach der Meinung, dass das Risiko von Hackerangriffen durch den Krieg in Osteuropa zugenommen habe. Und 16 Prozent haben seit Beginn des militärischen Konflikts mehr Angriffe bzw. Angriffsversuche registriert.

Gleichzeitig – und hier liegt das wohl noch größere Problem – heizt der KI-Boom die ohnehin angespannte Bedrohungslage weiter an. So nutzen Hacker KI-Programme wie „ChatGPT“, um Phishing-E-Mails professioneller aussehen zu lassen. Das heißt: Holprige Formulierungen solcher Phishing-Texte gehören der Vergangenheit an, was es betroffenen Unternehmen erschwert, seriöse von betrügerischen Mails zu unterscheiden.

Problematisch bleiben zudem die sogenannten Ransomware-Angriffe. Dabei werden IT-Systeme gehackt, Daten verschlüsselt und die Unternehmen erpresst. Betroffene Firmen zahlen den Hackern dann häufig große Summen, damit die Angreifer die Systeme wieder freischalten.

Milliardenschäden für die Wirtschaft – Cybersecurity boomt

Apropos finanzielle Schäden: Laut der TÜV-Studie verursachen Cyberangriffe in der deutschen Wirtschaft pro Jahr Kosten in mehrstelliger Milliardenhöhe. Etwa 42 Prozent der im letzten Jahr angegriffenen Unternehmen erlitten der Studie zufolge finanzielle Einbußen. Betroffen davon sind vor allem die Großkonzerne, bei denen es etwa mit Ransomware-Angriffen naturgemäß mehr zu holen gibt.

Die Reaktion ist klar: Die Wirtschaft muss mehr Geld in die IT-Sicherheit investieren. 52 Prozent der deutschen Firmen haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Ausgaben für Cybersecurity leicht oder gar deutlich erhöht. Die Nachfrage nach IT-Sicherheitslösungen ist also enorm – und das längst nicht nur in Deutschland.

Nach einer Schätzung der Marktforschungsfirma Canalys wurden im letzten Jahr weltweit rund 194 Milliarden Dollar für IT-relevante Sicherheitsmaßnahmen ausgegeben. 2023 sollen es schon knapp 224 Milliarden Dollar sein. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von etwa 13,2 Prozent. Und auch in den kommenden Jahren dürfte der Markt rund um Cybersecurity ähnlich stark steigen.

Palo Alto Networks: Ihr Cyber-Schutzschild

Und jetzt kommen Sie ins Spiel: Wollen Sie als Anleger davon profitieren, sollten Sie sich unbedingt den kalifornischen Börsenkonzern Palo Alto Networks anschauen. Dieser bietet eine umfassende Sicherheitsplattform mit einer ganzen Bandbreite an Lösungen. Im Mittelpunkt stehen natürlich hochleistungsfähige Firewalls, die Infrastrukturen, Anwendungen, Daten und Zugriffsrechte schützen – übrigens auch in den weltweit größten Cloud-Umgebungen.

Das Besondere: Palo Alto Networks setzt längst auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um seine Kunden noch besser abzuschirmen. So kann die KI-Software der Kalifornier sogenannte „Zero-Day“-Bedrohungen aufdecken, also Angriffe, die noch ganz am Anfang stehen und für viele andere Sicherheitsprogramme gar nicht erkennbar sind.

Entsprechend groß ist das Interesse an diesen Lösungen, was Palo Alto ein sattes Wachstum beschert. Im Folgenden sehen Sie die starke Umsatzentwicklung des Konzerns:

Ein Bild, das Screenshot enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Quelle: www.aktienscreener.com

Wachstumspfad ungebrochen

In den drei Monaten bis Ende April 2023 hat der Konzern 1,7 Milliarden Dollar an Umsatz erwirtschaftet (+24 %) und somit sein Wachstum fortgesetzt. Für den Zeitraum zwischen Mai und Ende Juli 2023 erwartet das Management indes ein weiteres Wachstum von 25 bis 27 Prozent.

Interessant ist, dass Palo Alto auch beim Ergebnis inzwischen optimistischer gestimmt ist. Der Konzern hatte in den letzten Jahren immer wieder Verluste geschrieben. Für das Fiskaljahr 2023 (per Ende Juli) erwarten die Kalifornier seit der Prognoseerhöhung im Mai nun einen Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) zwischen 4,25 und 4,29 US-Dollar. Zum Vergleich: Ursprünglich hatte sich das Unternehmen hier nur eine Spanne von 3,13 bis 3,17 Dollar zugetraut.

Klar: Die Börse hat das Potenzial der Palo Alto-Aktie längst erkannt, weshalb der Titel nicht mehr ganz so günstig ist. Auf 12-Monats-Sicht stand das Papier nach US-Börsenschluss am Dienstag mit 45 Prozent im Plus (Stand: 14.06.2023, 10:00 Uhr).

Viele Analysten sehen trotzdem immer noch Aufwärtspotenzial – auch wegen der langfristigen Unterstützung durch die KI-Technologie, sowohl auf Seiten der Hacker wie auch auf Seiten der „Verteidiger“. Laut Marketscreener lautete die durchschnittliche Empfehlung der Experten zur Palo Alto-Aktie am Dienstag „Buy“.

Mein Fazit für Sie

Sicherheit war für Unternehmen immer schon das A und O. In Zeiten der Digitalisierung, geopolitischen Konflikte und des KI-Booms hat diese Erkenntnis einen noch höheren Stellenwert. Die Unternehmen müssen schlicht und ergreifend in IT-Sicherheit investieren, um zukunftsfähig zu bleiben.

Ihnen als Anleger bietet sich deshalb ein langfristiger Wachstumsmarkt mit horrenden Renditechancen. Bleiben Sie hier also auf jeden Fall am Ball.