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Wie Mark Zuckerberg den Karren aus dem Dreck ziehen will!

Inhaltsverzeichnis

Das laufende Jahr war für den Facebook-Konzern Meta ein Desaster sondergleichen.  Schauen Sie: Zwischen Anfang Januar und dem 22. September verlor die Aktie des Social-Media-Konzerns mehr als 58 Prozent an Wert. Das ging freilich auch an Firmengründer Mark Zuckerberg nicht spurlos vorbei.

Das Vermögen des Meta-Chefs ist nach Angaben der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ im bisherigen Jahresverlauf um mehr als 71 Milliarden Dollar geschrumpft. Damit ist Zuckerberg nur noch halb so schwer wie im Herbst 2021. Und: Er ist laut „Bloomberg“ nun nicht mehr unter den reichsten zehn Menschen der Welt.

Meta-Aktie: Was war passiert?

Die Misere begann im Februar. Meta hatte damals die Zahlen zum vierten Quartal 2021 vorgelegt und die Anleger damit bitter enttäuscht. Denn: Zum ersten Mal überhaupt musste die Meta-Tochter Facebook in einem Quartal einen Rückgang der Nutzerzahlen hinnehmen. Die Aktie fiel daraufhin um 20 Prozent in sich zusammen. Der Rückgang ist auch dadurch bedingt, dass Facebook gerade beim jungen Publikum längst nicht mehr das Nonplusultra ist.

Ende Juli kam dann der nächste Tiefschlag. Meta musste im Rahmen der Q2-Präsentation einräumen, dass man zum ersten Mal seit dem Börsengang 2012 einen Umsatzrückgang kassiert habe. Dieser fiel zwar mit -1 Prozent auf 28,8 Milliarden Dollar gering aus. Doch die Tatsache, dass die Wachstumsmaschine Facebook nicht mehr läuft, sorgte an der Börse für weitere Enttäuschung.

Hinzu kam, dass Meta-Boss Zuckerberg auch für das dritte Quartal einen Rückgang des Umsatzes in den Raum gestellt hatte. Der Milliardär sprach in dem Zusammenhang von einem der härtesten Wirtschaftsabschwünge der jüngeren Geschichte.

Werbeeinnahmen rückläufig

Der Social-Media-Gigant bekommt die schwächelnde Konjunktur nämlich deutlich zu spüren – vor allem im Werbegeschäft. Unternehmen reduzieren wegen der drohenden Rezession ihre Marketingausgaben im Netz, was die großen Internetkonzerne in Mitleidenschaft zieht.

Es ist aber nicht nur die Konjunktur: Das neue Betriebssystem von Apples iPhones erschwert nämlich die Personalisierung von Anzeigen, weshalb Werbetreibende zum Beispiel an Meta weniger Geld zahlen.

Das geht zulasten des Profits. Allein zwischen April und Ende Juni krachte der Gewinn von Meta um 36 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar ein. Verstärkt wurde das Ganze durch die hohen Personalkosten – und auch durch die steigenden Zinsen, die Investitionen immer teurer machen.

Wie Mark Zuckerberg jetzt reagiert

Zuckerberg jedenfalls sieht nun sein Lebenswerk in Gefahr. Der Unternehmer muss deshalb alles daran setzen, das Profitwachstum wieder herzustellen. Hierfür forciert Meta derzeit diverse Maßnahmen.

So baut der Konzern eine Abteilung auf, die sich nur darauf konzentrieren soll, neue Bezahl-Features für die Dienste Facebook, Instagram und WhatsApp zu entwickeln und einzuführen. Um was es dabei genau gehen wird, ist bis dato nicht bekannt. Nur so viel: Meta-Manager Hohn Hegeman sprach von künftigen Funktionen, bei denen die Nutzer gerne bereit wären, Geld zu bezahlen.

Aber auch im Personalbereich greift der Konzern jetzt hart durch. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte Meta Tausende neue Mitarbeiter eingestellt. Nun will man den Personalbestand wieder absenken. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ plant Meta für die nächsten Monate eine Senkung der Kosten um 10 Prozent. Das soll demnach auch über weitreichende Entlassungen erreicht werden. Wie viele Stellen dabei dem Rotstift zum Opfer fallen werden, ist bis dato ebenfalls unklar.

Metaverse: der Heilsbringer?

Was klar ist: Zuckerberg setzt derzeit fast alles auf eine Karte – nämlich auf das inzwischen namensgebende Metaverse. Dabei handelt es sich um eine in der Entwicklung befindliche, virtuelle 3D-Umgebung, die so immersiv sein soll, dass Nutzer sich dort praktisch ein „zweites Leben“ aufbauen können. Geht es nach Zuckerberg, werden in den nächsten Jahren Milliarden von Menschen in diesem digitalen Raum ihre Zeit verbringen.

Und das nicht nur zu puren Unterhaltungszwecken. Auch geschäftliche Aspekte sollen im Metaverse eine große Rolle spielen. So will man das Ganze zu einer Art Werbeplattform entwickeln und einem Ort, an dem Geschäfte abgewickelt werden oder Firmen über VR-Technologie ihre Belegschaft ausbilden können. Der Facebook-Konzern sieht darin ökonomisches Potenzial, das einen hohen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt vor allem in den USA und Europa leisten könne.

Mein Fazit für Sie

Mark Zuckerberg und Meta stecken in ihrer bislang größten Krise. Der Hype um Facebook und Co. scheint sich allmählich abzukühlen. Hinzu kommen die makroökonomischen Störfaktoren, die den Profit des Konzerns beeinträchtigen.

Die Meta-Aktie ist derzeit also ein riskantes Investment. Lediglich die Hoffnungen auf das Metaverse geben dem Papier derzeit eine Art Perspektive. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich diese virtuelle Welt in Zukunft präsentieren wird. Allzu viel Details gibt es dazu bislang nicht. Die Entwicklung stecke noch in einem frühen Stadium, so Meta.

Die Gretchenfrage lautet: Werden Verbraucher und Unternehmen dieses Metaverse überhaupt in einem solch großen Umfang in Anspruch nehmen? Die Antwort steht noch in den Sternen.