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Trump twittert – aber Twitter profitiert nicht davon!

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Twitter zeigt, wie dicht beieinander Erfolg und Misserfolg liegen können. Der Kurznachrichtendienst, über den User ursprünglich 140 Zeichen, inzwischen 10.000 Zeichen lange Nachrichten in die Welt hinausposaunen konnten, zeigte jahrelang ein ähnlich rasantes Wachstum wie Facebook.

Doch während Facebook die Zeit nutzte, um den Funktionsumfang zu erhöhen, blieb Twitter rund 10 Jahre lang stehen. Das rächte sich. Ab 2014, 8 Jahre nach der Gründung, flachte das Wachstum der aktiven Nutzer massiv ab.

In der Welt der New Economy und Social Media ist das schon fast gleichbedeutend mit dem Tod eines Unternehmens. Und der scheint in Raten auch zu kommen.

Daran kann auch nicht ändern, dass Top-Polarisierer Donald Trump Twitter zu lieben scheint wie die Macht. Von früh bis spät kommen von Trump Twitter-Nachrichten und doch reicht es nicht, um die Popularität von Twitter zu steigern.

Nach den neusten Quartalszahlen hat sich sogar im 4. Quartal das Wachstum der Nutzerzahlen verlangsamt. Dabei war das die Hochphase des US-Wahlkampfs, in denen sich die Kandidaten mit sogenannten Tweets bei Twitter bombardierten.

Nur 2 Millionen aktive Nutzer kamen im 4. Quartal hinzu. Das ist weniger als 1% Wachstum, in den USA stagnierte die Nutzerzahl sogar. Für Twitter ist das eine Katastrophe.

Ein solches Netzwerk lebt schließlich auch davon, dass möglichst jeder Bekannte dort angetroffen werden kann. Bei Facebook mit deutlich mehr als einer Milliarde aktiven Nutzern weltweit ist das der Fall, bei Twitter nicht.

Schlimmer noch: Das Unternehmen macht auch noch Verluste. Und das ordentlich. 167 Millionen US-Dollar gab Twitter im 4. Quartal 2016 mehr aus, als sie einnahmen. So etwas wird in der Branche verziehen, wenn das Unternehmen nur Wachstum liefert.

Tut es das nicht, straft der Markt gnadenlos ab. Vorbörslich fiel der Kurs bei Twitter um 11% nach Bekanntgabe der Zahlen. Im börslichen Handel wurde der Verlust sogar noch weiter auf 12,3% ausgebaut.