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Meta: Chancen vs. Herausforderungen

Inhaltsverzeichnis

Meta Platforms hatte es zuletzt nicht leicht. So stand der durch CEO Mark Zuckerberg geführte Konzern vor zahlreichen Herausforderungen – und tut es immer noch.

Druck von allen Seiten

Zu Schaffen machte vor allem der Druck seitens der US-Behörden – das Bundeskartellamt will Meta wegen seiner „überragenden marktübergreifenden Bedeutung für den Wettbewerb“ stärker ins Visier nehmen. Zumindest hierzulande. Die US-amerikanische Regierung geht ja bekanntlich meist immer noch einen Schritt weiter. So will diese eine gerichtliche Zerschlagung von Meta Platforms erreichen mit der Abspaltung von Instagram und WhatsApp.

Auch die neuen Datenschutzmaßnahmen des Tech-Riesen Apple erschweren das Geschäft von Facebook oder Snapchat.

Und zunehmende Konkurrenz durch die Plattform Tiktok macht Meta das Leben ebenfalls nicht leichter. Wobei laut des Unternehmens die eigens entwickelte Tiktok-Kopie „Reels“ (Kurzvideos) bisher ein Erfolg sei. Reels verzeichneten zuletzt starke Zuwächse auf Facebook.

COO verlässt den Konzern nach Jahren

Nun muss sich der Meta-CEO noch dazu eine neue Besetzung für sein operatives Tagesgeschäft suchen. Seine langjährige Weggefährtin Sheryl Sandberg von räumt ihren Posten als COO (Chief Operating Officer) im Herbst.

Sie gilt als Architektin des überaus erfolgreichen Werbegeschäftes und als Zuckerbergs rechte Hand. Doch gerade das Werbegeschäft kam ja zuletzt etwas unter Druck. Sie verlässt Meta nicht komplett, sondern entwickelt den Konzern aus dem Aufsichtsrat heraus weiter.

Nutzerzahl wuchs zuletzt

Doch es gibt nicht nur Hiobsbotschaften. Betrachtet man die Nutzerzahlen – so konnte das Unternehmen hier zuletzt zumindest wieder ein wenig glänzen. Denn diese fielen im ersten Geschäftsquartal wesentlich besser aus als noch zum Ende des letzten Jahres, wo die Zahl der täglichen Anwender leicht zurückging, was von einigen Investoren als Alarmsignal gewertet wurde.

Und genau ab diesem Zeitpunkt ging es auch mit dem Aktienkurs stark bergab. Mit einem Kurs von 181,81 (Stand 08.06., 09:45 Uhr) Euro je Anteilsschein notiert die Aktie ca. auf dem Niveau kurz nach dem pandemiebedingten Crash im Frühjahr 2020.

Der Kursverlust seither – seit Anfang Februar dieses Jahres – beläuft sich auf ca. 40%. Vergleicht man dies mit dem US-Tech-Index Nasdaq 100, büßte dieser im gleichen Zeitraum nur rund 10% ein.

Analysten dennoch größtenteils optimistisch

Meta selbst begründet die Geschäftsabschwächung u.a. mit dem Krieg gegen die Ukraine sowie die damit einhergehende Werbezurückhaltung seiner Kunden. Der Ausfall des Russlandgeschäfts macht Meta Platforms indes zu schaffen.

Ja, negative Neuigkeiten gab es demnach bei Meta zuletzt zuhauf. Und dennoch präsentieren sich Analysten überwiegend positiv zu dem Titel. Laut Bloomberg empfehlen 43 von 61 Experten Meta zum Kauf. Kursziel: 200 bis teils 370 Dollar, nachdem die Experten zuvor ihre Erwartungen heruntergeschraubt hatten. Verkaufsempfehlungen gibt es keine.

Metaversum bietet jede Menge Potenzial

Doch vor allem die Fokussierung auf das Metaverse – deshalb ja auch die Umbenennung – macht Meta weiterhin zu einem äußerst spannenden Investment mit jeder Menge Zukunftsfantasie. Hier werden Megatrends wie virtuelle Realität und künstliche Intelligenz bespielt. Dieser Geschäftsbereich eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten.

Hinzu kommt die Tatsache, dass Meta mit seinen zahlreichen Plattformen auf einen Milliarden-Kundenstamm kommt, der hervorragend in verschiedene Richtungen monetarisiert werden kann. Perspektivisch sollten hier auch die Werbeeinnahmen wieder sprudeln. Hier gilt es langfristig zu denken, die Chancen abzuwägen sowie Geduld mitzubringen.