Meta Aktie: Quartalszahlen und KI-Wette

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Die Meta Aktie steht vor einer Bewährungsprobe: Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, öffnet der Tech-Gigant nach Börsenschluss seine Bücher für das vierte Quartal 2025. Anleger blicken nervös auf das entscheidende Weihnachtsgeschäft und – noch wichtiger – auf die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz, die den Ausblick auf das Gesamtjahr 2026 dominieren werden. 

Die Erwartungshaltung an der Wall Street ist hoch, doch die Stimmung ist angespannt. Nach einem volatilen Herbst hat sich das Papier zuletzt wieder gefangen und notiert aktuell bei rund 674 US-Dollar. Ob dieser Aufwärtstrend hält, hängt fast ausschließlich davon ab, wie CEO Mark Zuckerberg die Balance zwischen sprudelnden Werbeeinnahmen und den explodierenden Kosten für die KI-Infrastruktur erklärt.

Ein starkes Weihnachtsgeschäft von Meta wird erwartet

Das vierte Quartal ist saisonal bedingt traditionell das stärkste für den Social-Media-Konzern. Analysten gehen davon aus, dass Meta diesen Trend auch 2025 bestätigt hat. Treibende Kraft bleibt das Werbegeschäft („Family of Apps“), das von den neuen KI-Tools wie „Advantage+“ profitiert. Diese Algorithmen helfen Werbetreibenden, Kampagnen effizienter auszuspielen, was Meta erlaubt, höhere Preise durchzusetzen.

Zudem dürfte die anhaltende Monetarisierung von „Reels“ (Kurzvideos auf Instagram und Facebook) weiter Früchte tragen und die Lücke zum Konkurrenten TikTok schließen. Wichtig für Anleger: Im dritten Quartal 2025 hatten steuerliche Einmaleffekte das Ergebnis noch verzerrt – das vierte Quartal sollte nun wieder ein bereinigtes Bild der operativen Ertragskraft liefern.

Die große Unbekannte: Investitionen (CAPEX) und Reality Labs

Während die Einnahmenseite als robust gilt, liegt das eigentliche Risiko auf der Kostenseite. Die zentralen Fragen, die Anleger umtreiben:

Wie teuer wird 2026? Meta hat bereits angedeutet, dass die Investitionen (Capital Expenditures/CAPEX) für Server und Rechenzentren im Jahr 2026 „signifikant steigen“ werden. Einige Analysten befürchten Prognosen jenseits der 100-Milliarden-Dollar-Marke für Infrastruktur-Ausgaben.

Verluste im Metaverse: Die Sparte „Reality Labs“ (VR/AR) verbrennt weiterhin Geld. Für das abgelaufene Quartal wird erneut ein operativer Verlust erwartet. Positive Signale gab es hierzu jedoch jüngst durch Berichte über einen Stellenabbau bei Reality Labs. Sollte das Management glaubhaft darlegen können, dass die Effizienz in dieser Sparte steigt, könnte dies den Markt beruhigen.

Aktuelle News von Meta: Regulatorischer Gegenwind aus der EU

Kurz vor den Zahlen sorgte eine Nachricht aus Brüssel für Unruhe. Die EU-Kommission hat WhatsApp am 26. Januar offiziell als „Very Large Online Platform“ (VLOP) unter dem Digital Services Act eingestuft. Dies bedeutet strengere Auflagen bei der Moderation von Inhalten und der Transparenz. Auch wenn dies die Zahlen für Q4 2025 nicht beeinflusst, müssen Anleger im „Earnings Call“ auf Kommentare zu möglichen regulatorischen Kosten für 2026 achten.

Überraschungspotenzial: Wo die Analysten bei der Meta Aktie falsch liegen könnten

Ein potenzieller „Gamechanger“ für den Aktienkurs morgen Abend könnte der Ausblick auf die Integration von KI in die Endnutzer-Produkte sein. Sollte Zuckerberg konkrete Zahlen zur Nutzung der „Ray-Ban Meta Smart Glasses“ oder neuer KI-Assistenten in WhatsApp vorlegen, die auf eine schnellere Kommerzialisierung hindeuten als gedacht, könnte dies die Sorgen um die hohen Ausgaben in den Hintergrund drängen.

Umgekehrt gilt: Sollte der Umsatzausblick für das erste Quartal 2026 (Q1) schwächer ausfallen als erwartet, während die Kostenprognose angehoben wird, droht ein deutlicher Abverkauf, ähnlich wie in früheren Investitionszyklen.

Meta Aktie: Fazit für Anleger

Die morgigen Quartalszahlen sind für Meta Platforms mehr als nur ein Finanzbericht – sie sind ein Referendum über Mark Zuckerbergs aggressive KI-Strategie. Das ist für Ihr Depot jetzt entscheidend: 

Chancen: Übertrifft das Werbwachstum die Erwartungen und bleibt der Ausblick für die Investitionsausgaben (CAPEX) für 2026 im Rahmen des Befürchteten (ohne neue Schock-Erhöhungen), ist eine Erleichterungsrally wahrscheinlich. Die Bewertung der Aktie ist im historischen Vergleich moderat, sofern das Wachstum stimmt.

Risiken: Der Fokus liegt fast ausschließlich auf der Effizienz. Ein „Wachstum um jeden Preis“ wird vom Markt aktuell nicht toleriert. Jede Enttäuschung bei der operativen Marge oder beim Free Cashflow könnte bestraft werden.

Konservative Anleger warten die erste Marktreaktion und den „Conference Call“ ab. Oftmals ergeben sich die besten Einstiegschancen erst, wenn die Details zur Kostenstruktur für 2026 vollständig verdaut sind. Achten Sie besonders auf die Prognose für das erste Quartal 2026 – sie ist der beste Indikator für die aktuelle Werbestimmung.

Jahreschart Meta Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com

Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.