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Duolingo-Großaktionär weiter auf der Käuferseite

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Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Crowdstrike

Die Aktie des Cybersecurity-Konzerns Crowdstrike konnte sich dem Ausverkauf der Technologieaktien nicht entziehen und halbierte sich in den zurückliegenden 12 Monaten. Auf diesem Kursniveau gab es jetzt erstmals seit langem wieder einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Roxanne Austin griff zu und erwarb 25.000 Aktien. Beim Kaufkurs zwischen 99,31 und 100,03 Dollar musste Austin für die Zukäufe immerhin rund 2,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Mit den Käufen erhöhte der Insider seinen Aktienbestand um 62% auf 65.419 Anteilscheine.

Crowdstrike ist ein US-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Cybersecurity Anwendungen spezialisiert hat. Es hat die erste Cloud- native Endgeräteschutzplattform zur Abwehr von Cyber- Angriffen entwickelt. Sie stützt sich auf künstliche Intelligenz (KI) und vereint Technologien, Analysen und Expertise zu einer einfachen Lösung, die sich nachweislich bei der Abwehr von Sicherheitsverletzungen bewährt hat.

Im dritten Quartal liefen die Geschäfte auf Hochtouren. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 52% auf 580,8 Millionen Dollar in die Höhe.

Duolingo

Auch bei der Duolingo ist die Stimmung unter den Firmeninsidern positiv. Zuletzt baute der Großaktionär Durable Capital Partners seine Aktienpositionen weiter deutlich aus. Seit Anfang Dezember letzten Jahres hat der Firmeninsider inzwischen 379.844 Aktien eingesammelt. Die Kaufkurse lagen zwischen 67,12 und 72,93 Dollar. Entsprechend lag der Transaktionswert bei über 27,3 Millionen Dollar. Nach den Zukäufen hält Durable Capital Partners 3,74 Millionen Anteilsscheine, was über 9,4% aller Stimmrechte entspricht.

Duolingo entwickelt eine Website zum Sprachenlernen und eine mobile App in den Vereinigten Staaten und China. Das Unternehmen bietet Kurse in 40 verschiedenen Sprachen an. Außerdem bietet es eine digitale Prüfung zur Bewertung der Sprachkenntnisse an. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Pittsburgh, Pennsylvania.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte der Konzern einen Umsatz von 96,1 Millionen Dolla (+51,2% vs. Q3 2021). Insgesamt erhöhte sich die Anzahl der zahlenden Nutzer im Jahresvergleich um 68% auf 3,7 Millionen. Unter dem Strich stand ein Quartalsverlust von 18,4 Millionen Dollar in den Büchern des Unternehmens.

Zscaler

Mit Zscaler stand ein weiteres Hochwachstumsunternehmen auf der Kaufliste der Firmeninsider. Der Director Andrew Brown erwarb zum Kurs von 108,78 Dollar insgesamt 5.000 Anteilscheine. Entsprechend lag der Gegenwert der Käufe bei 543.900 Dollar. Mit den Zukäufen hat Brown seinen Aktienbestand um 27% auf 23.250 Aktien ausgebaut.

Zscaler spezialisiert sich auf die Einrichtung von Netzwerken und Anwendungen zum mobilen Zugriff über Cloud-Speicher. Zu den wichtigsten Dienstleistungen zählen Zscaler Internet Access und Zscaler Private Access, über die schnelle und sichere Verbindungen zwischen den Nutzern und den Anwendungen möglich sind, unabhängig von Gerät, Standort oder Netzwerk. Zscaler leitet dabei den Internetverkehr seiner Kunden von festen Standorten wie zum Beispiel lokalen Niederlassungen oder Fabriken durch die Zscaler-Präsenzpunkte, bevor der Datenfluss ins öffentliche Internet gelangt. Durch diese Zwischenschaltung als Cloud-basierter Proxy und Firewall wird sichergestellt, dass der Datenverkehr frei von Viren, Malware, sowie sonstiger Schadsoftware ist.

Im zurückliegenden Quartal erzielte der Konzern ein Umsatzplus von 54,2% auf 355,5 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn stieg unterdessen im Jahresvergleich von 21 auf 44 Millionen Dollar an.