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Chevron-Aktie: Warum Starinvestor Warren Buffett den richtigen Riecher hat!

Inhaltsverzeichnis

Kaum ein anderer Investor ist so bekannt und beliebt wie Warren Buffett. Der 91-Jährige hat in seiner langen Laufbahn immer wieder den richtigen Riecher bewiesen und damit nicht nur sich selbst ein beachtliches Vermögen verschafft, sondern auch Tausenden Privatanlegern.

Kein Wunder also, dass die Börse ganz genau auf die Aktivitäten Buffetts und seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway achtet. Nun hat das „Orakel von Omaha“ den nächsten Coup gelandet. Im Mittelpunkt: der US-Ölgigant Chevron.

Buffett kauft bei Chevron zu

Wie aus aktuellen Pflichtmitteilungen der US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat Buffett im vierten Quartal 2021 seinen Anteil an Chevron um satte 33 Prozent erhöht. Ende des letzten Jahres betrug der Wert der Chevron-Anteile im Depot von Berkshire Hathaway demnach rund 4,5 Milliarden Dollar.

Und wieder einmal dürfte der Starinvestor damit auf das richtige Pferd gesetzt haben. Allein im vierten Quartal 2021 stieg der Kurs der Chevron-Aktie um etwa 13 Prozent.

Öl-Boom lässt Gewinne regnen

Der Grund: die steigenden Ölpreise. Wegen der schnellen konjunkturellen Erholung der Volkswirtschaften nach den coronabedingten Einbrüchen ist der allgemeine Energiebedarf nach oben geschnellt – und somit auch die Nachfrage nach Öl. Hinzu kommen politische Konflikte wie die Ukraine-Krise, die sich ebenfalls als Preistreiber erwies.

Das verschafft Chevron glänzende Geschäfte. Im Gesamtjahr 2021 machte der Ölriese mit 15,7 Milliarden Dollar den höchsten Gewinn seit 2014. Im Vorjahr 2020 hatte Chevron noch einen Milliardenverlust geschrieben. Die Umsätze im letzten Jahr beliefen sich übrigens auf gigantische 155,6 Milliarden Dollar – ein Plus von 64 Prozent gegenüber 2020.

Dividende erhöht

Doch der steigende Aktienkurs ist nur eine Seite der Medaille. Buffett profitiert nämlich auch von der großzügigen Dividendenpolitik Chevrons. Im Januar hatte der Konzern angekündigt, die Dividende für Q1 2022 um 6 Prozent zu steigern. Gleichzeitig stellte Chevron für das laufende Quartal Aktienrückkäufe im Wert von 3 bis 5 Milliarden Dollar in Aussicht. Auch das dürfte den Aktienkurs unterstützen.

Zukunftschance: Chevron setzt auch auf Klimaschutz

Doch Buffett ist bekanntermaßen ja ein Value-Investor. Das heißt: Der Milliardär setzt vor allem auf Unternehmen mit einer langfristigen Perspektive. Wahrscheinlich werden Sie sich jetzt fragen, wie das mit einem Ölkonzern wie Chevron zu vereinbaren ist? Schließlich gilt Öl als sehr klimaschädlich.

Nun: Auf der einen Seite braucht die Menschheit weiterhin den fossilen Brennstoff, um den steigenden Energiehunger zu stillen. Öl dürfte also noch jahrelang relevant bleiben. Auf der anderen Seite ist Chevron um eine Transformation bemüht. Der Konzern will in den 20er Jahren Milliardensummen in Biokraftstoffe, Wasserstofferzeugung, CO2-Abscheidung und andere klimafreundliche Technologien investieren.

In den letzten Monaten hatte Chevron bereits einige Abnahmeverträge mit Industriefirmen und Fluggesellschaft etwa im Bereich der Biokraftstoffe unterzeichnet. Firmenchef Mike Wirth betonte derweil, dass die CO2-armen Technologien zunehmend rentabel werden. Der Konzern verschafft sich dadurch Zukunftssicherheit, wenngleich das Öl- und Gasgeschäft erst einmal die wichtigste Geldquelle bleibt.

Mein Fazit für Sie

Allein das Engagement Buffetts bei Chevron dürfte der Aktie nachhaltig unter die Arme greifen. Ganz ohne Risiko ist das Ganze freilich nicht. Der Konzern ist nach wie vor stark abhängig von den Öl- und Gaspreisen. Sollte es hier – entgegen der aktuellen Erwartungen – zu massiven Einbrüchen kommen, würde das Chevron schwer belasten.

Auf der anderen Seite investiert der US-Ölgigant in klimaschonende Technologien. Mit Blick auf die strengen Klimaziele vonseiten der Politik hat Chevron auch gar keine andere Wahl. Für den weltweit vernetzten Konzern eröffnen sich hier jedenfalls frische Chancen.

Gigantische Kurssprünge sollten Sie bei der Chevron-Aktie freilich nicht erwarten. Das Unternehmen ist aber ein solider Dividendenzahler, steigert seit 34 Jahren die Ausschüttungen und ist damit durchaus interessant als Depotbeimischung.