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Applied Materials – Lieferkettenprobleme verhindern bessere Ergebnisse

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Wie viele andere US-Technologiekonzerne leidet auch Applied Materials zunehmend unter Lieferkettenproblemen. Beim Ausrüster für die Chipindustrie und für Solarfirmen sind die jüngsten Quartalszahlen und der Ausblick allerdings nicht ganz so enttäuschend ausgefallen wie bei manchen Konkurrenten.

Gewinn und Umsatz unter den Erwartungen

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2021/2022, das am 1. Mai zu Ende gegangen ist, konnte das Nasdaq-100-Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Die Verkäufe waren zwar mit 6,25 Milliarden Dollar um 12 % höher als ein Jahr zuvor – aber unterhalb der Analystenschätzungen von durchschnittlich 6,35 Milliarden Dollar. Beim Gewinn sieht es ähnlich aus: Mit einem Ergebnis je Aktie von 1,85 Dollar verfehlte Applied Materials die Prognosen von 1,90 Dollar, legte aber im Vorjahresvergleich um 13 % zu.

Als Hauptgrund nannte Unternehmenschef Gary Dickerson die Schwierigkeiten bei der Beschaffung mancher knapper Komponenten. Diese Unterbrechungen von Lieferketten werden seiner Ansicht nach auch noch im laufenden Vierteljahr anhalten – allerdings sei es unklar wie stark.

Deshalb prognostizierte Dickerson eine sehr breite Spanne bei Umsatz und Ertrag für das dritte Vierteljahr: Die Verkaufserlöse sollen zwischen 5,85 Milliarden Dollar und 6,65 Milliarden Dollar betragen, das Ergebnis je Aktie zwischen 1,59 Dollar und 1,95 Dollar. Auch das liegt unterhalb der bisherigen Analystenschätzungen.

Langfristig zuversichtlich

Dennoch ist Applied Materials längerfristig zuversichtlich, besser als die Konkurrenz abzuschneiden. Dickerson betonte: „Noch nie war die Nachfrage nach Produkten und Software von Applied Materials größer“. Aber fehlende Komponenten wegen der Lieferkettenprobleme verhinderten derzeit noch höhere Verkäufe. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara ist ein wichtiger Zulieferer von Maschinen und Software für die Halbleiterindustrie sowie für Display- und Solarzellen-Hersteller.

Die Aktie legte im Frankfurter Vormittagshandel um rund 1 % auf Kurse um 104 Euro zu, nachdem sie an der Wall Street nach Börsenschluss noch rund 2 % eingebüßt hatte. Vor den Quartalszahlen war die Mehrheit der US-Analysten sehr positiv für Applied Materials gestimmt. 25 Experten stuften die Aktie als Strong Buy oder Buy ein, 9 als Hold und kein Analyst als Sell.