+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Amazon: Nach dem Aktiensplit ein Kauf?

Inhaltsverzeichnis

Aktiensplits sind vor allem bei solchen Unternehmen beliebt, deren Aktienkurs vergleichsweise hoch ist.

Bereits der vierte Aktiensplit

Für den US-E-Commerce-Riesen Amazon ist es nun bereits der vierte Aktiensplit, den der Konzern jüngst vollzogen hat – damit eine einzelne Amazon-Aktie auch für Privatanleger wieder attraktiver wird.

Und der vierte ist indes auch der deutlichste. Wenn wir einen Blick auf die Aktiensplits der Vergangenheit werfen, so hat Amazon im Jahr 1998 ein Split im Verhältnis 1:2 vollzogen, Anfang 1999 ist dieser dann im Verhältnis 1:3 durchgeführt worden. Im September 1999 stand bereits erneut eine Aufteilung des Kurses auf dem Plan, der dann wieder im Verhältnis 1:3 stattfand.

Nach dem US-Handelsschluss vergangene Woche Freitag sind dann jedem Amazon-Anteilseigner, der zu einem festgesetzten Zeitpunkt Aktien oder Aktienanteile des Konzerns besaß, 19 weitere Amazon-Papiere pro Aktie ins Depot gebucht.

Die Aktie schloss den Freitagshandel an der amerikanischen Nasdaq mit 2.447 Dollar ab. Dieser Kurs ist jetzt durch 20 geteilt worden und so notiert das Papier heute beispielsweise nun bei um die 116,60 Euro (Stand 07.06.2022, 09:56 Uhr).

Nach dem Aktiensplit kaufenswert?

Hinsichtlich der Frage, ob die Aktie nach dem Split nun ein Kauf ist, würde ich persönlich ganz klar sagen ja! Denn das war sie – vor allem auf dem aktuellen Niveau – auch bereits vor dem Split.

Nur, dass sie zu diesem Zeitpunkt eben noch über 2.000 Euro notiert hat und demnach nicht für jeden Kleinanleger so einfach investierbar war, höchstens über monatliche Sparpläne.

Trotz Quartalsverlust ein Kauf?

Amazon gerät in diesem Jahr ganz schön unter Druck – ja. Im ersten Quartal stand bei dem US-Giganten der größte Quartalsverlust seit dem Jahr 2015 in den Büchern und das Umsatzwachstum verlangsamte sich auf nur 7% nach 44% Umsatzplus im Q1 des Vorjahres.

Doch sollte man bedenken, dass beispielsweise Belastungsfaktoren wie Lieferkettenprobleme lediglich temporärer Natur sind. Mit verantwortlich für den Quartalsverlust war bei Amazon außerdem die Abschreibung der Anteile des überbewerteten Elektro-Auto-Herstellers Rivian.

Hingegen sprudelten die Einnahmen aus Werbedienstleistungen mit plus 25% sowie die AWS-Verkäufe (Cloud) mit einem Zuwachs von 37%.

Amazon ist stark genug, um langfristig sämtliche derzeitige Marktturbulenzen überstehen zu können. Wenngleich kurzfristig noch mit Turbulenzen und weiteren Belastungen zu rechnen ist – und das aber nicht nur bei Amazon. Der Split verleiht bisher jedenfalls Rückenwind. Die Aktie legt heute erneut mehr als 2% zu.