Amazon Aktie: Morgan Stanley sieht 50 Prozent Potenzial
Die Amazon Aktie verzeichnet heute im vorbörslichen US-Handel leichte Gewinnmitnahmen. Nachdem die Papiere am Mittwoch noch mit einem Plus von rund 1,8 % bei 204,79 US-Dollar aus dem Handel gegangen waren, notiert der Kurs zur Mittagszeit europäischer Zeit etwas tiefer. Trotz der kurzfristigen Konsolidierung bleibt die Stimmung unter Analysten, insbesondere durch eine neue Einschätzung von Morgan Stanley, positiv geprägt.
Morgan Stanley bestätigt Kursziel der Amazon Aktie
Auslöser für die jüngste Aufmerksamkeit ist eine aktuelle Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley. Die Analysten um Brian Nowak haben ihr „Overweight“-Rating für den E-Commerce- und Cloud-Giganten bekräftigt und das Kursziel bei 300 US-Dollar belassen. Gemessen am aktuellen Kursniveau impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von fast 50 Prozent.
In der Analyse wird Amazon als „Top Pick“ hervorgehoben. Die Experten argumentieren, dass sowohl die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) als auch das Einzelhandelsgeschäft als Gewinner im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz (GenAI) vom Markt derzeit unterschätzt werden. Besonders die Bewertung der Aktie erscheint den Analysten attraktiv: Amazon handele aktuell zum 19-fachen des für 2027 prognostizierten Gewinns je Aktie. Auf Basis des PEG-Verhältnisses (Price/Earnings-to-Growth) entspreche dies einem Abschlag von 40 Prozent gegenüber der Peer-Group.
Fokus auf AWS-Wachstum und „Agentic Commerce“
Ein zentraler Punkt der optimistischen Prognose fpr die Amazon Aktie ist die Erwartung, dass sich das Wachstum von AWS beschleunigen wird. Morgan Stanley verweist auf eine starke Nachfrage und einen soliden Auftragsbestand, der ein Wachstum von über 30 % bei AWS für die kommende Zeit stützen könnte. Zwar wird angemerkt, dass Kapazitätsengpässe beim Bau neuer Rechenzentren das Wachstum kurzfristig begrenzen könnten, doch die Analysten werten die massiven Investitionsausgaben (Capex) als bullisches Signal für die langfristige Nachfrage.
Neben der Cloud-Infrastruktur identifiziert die Bank den sogenannten „Agentic Commerce“ als zweiten großen Katalysator. Hierbei steht Amazons KI-gestützter Einkaufsassistent „Rufus“ im Mittelpunkt. Es wird erwartet, dass Amazon durch Partnerschaften seine horizontale Marktführerschaft festigt und gleichzeitig durch KI-Integrationen die vertikale Tiefe im Einzelhandel ausbaut. Diese technologischen Fortschritte sollen mittelfristig nicht nur den Umsatz treiben, sondern auch das Vertrauen der Investoren in die Rentabilität der hohen KI-Investitionen (ROIC) stärken.
Amazon Aktie: So könnte es weitergehen
Die aktuelle Konsolidierung der Amazon Aktie muss im Kontext der breiteren Marktskepsis der letzten Wochen gesehen werden. Berichte über geplante Investitionsausgaben in Höhe von bis zu 200 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 hatten zuletzt für Verunsicherung gesorgt und Fragen nach der Kapitalrendite dieser massiven Ausgaben aufgeworfen. Die Amazon Aktie hatte daraufhin zeitweise eine der längsten Verluststrähnen der letzten zwei Jahrzehnte verzeichnet.
Die Bestätigung durch Morgan Stanley dient nun als wichtiges Signal der Beruhigung für Investoren, die befürchteten, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur die Margen zu stark belasten könnten. Während der Markt heute erst einmal Gewinne mitnimmt, deutet die fundamentale Bewertung laut Analystenkonsens darauf hin, dass das Chance-Risiko-Verhältnis auf dem aktuellen Niveau um 200 bis 205 US-Dollar für langfristig orientierte Anleger attraktiv bleibt.

Jahreschart Amazon Aktie, Quelle: https://aktienscreener.com
Dieser Text wurde unter Einsatz von KI-Tools erstellt und redaktionell überarbeitet.