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Airbnb: Prognose für Q2 lässt Aktie einbrechen

Airbnb: Prognose für Q2 lässt Aktie einbrechen
AlesiaKan / stock.adobe.com
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Airbnb hat gestern seine Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht sowie einen Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Dabei hat das Online-Portal für die Vermittlung von Unterkünften zwar starke Q1-Zahlen präsentiert, die Prognose für die Monate April bis Juni sorgte jedoch für Ernüchterung an der Börse.

Die Folge: Die Airbnb-Aktie ist im heutigen Vormittagshandel um satte 14 Prozent eingebrochen. Trotz des deutlichen Rückgangs notiert das Papier seit Jahresbeginn deutlich höher. Denn grundsätzlich laufen die Geschäfte sehr gut. Nach der Pandemie boomt das Reisen wieder – und Airbnb verbucht seit 2022 kräftige Gewinne.

Starke Quartalszahlen von Airbnb

Beim Jahresabschluss im Februar hatte Airbnb für das erste Quartal 2023 einen Umsatzwachstum zwischen 16 und 21 Prozent auf 1,75 bis 1,82 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Mit 20 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahresquartal und einem Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar hat das Unternehmen aus San Francisco hier die Ziele erreicht.

Auch andere Kennzahlen konnten überzeugen: So lag der Buchungswert (Gross Booking Value) mit 20,4 Milliarden Dollar 19 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA erreicht in Q1 262 Millionen Dollar, unterm Strich blieben Airbnb im ersten Quartal 117 Millionen Dollar. Auch die Erwartungen der Analysten wurden entweder erreicht oder übertroffen.

Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht Airbnb-Anleger

Während es an den Quartalszahlen für die ersten drei Monate des Jahres 2023 nichts zu meckern gab, hat der Ausblick auf Q2 Anleger und Analysten enttäuscht. Zum einen schwächt sich die Dynamik beim Umsatzwachstum leicht ab: Airbnb rechnet für April bis einschließlich Juni mit einem Umsatz zwischen 2,35 bis 2,45 Milliarden Dollar – ein Plus von 12 bis 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Beim EBITDA soll in etwa das Ergebnis des Vorjahresquartals erreicht werden, die Marge aber entsprechend geringer ausfallen. Hier scheint im zweiten Quartal also aller Voraussicht die Profitabilität zu leiden, was mit den eigenen Kosten und den erzielten Preisen zusammenhängen kann. Die Airbnb-Aktie ist in erster Linie aufgrund der Q2-Prognose satte 14 Prozent in den Keller gerauscht.

Airbnb-Aktie mit wilder Fahrt – und Potenzial

14 Prozent Minus nach einer durchwachsenen Prognose für das zweite Quartal sind eine Menge. Allerdings sollten Anleger auch bedenken, dass die Airbnb-Aktie nach dem Jahresabschluss für 2022 im Februar „mal eben“ 30 Prozent geklettert ist und insgesamt im Börsenjahr 2023 mehr als 20 Prozent im Plus liegt.

Obwohl die Airbnb-Aktie teils größeren Schwankungen unterliegt, haben Unternehmen und Papier einiges zu bieten. Denn das Geschäftsmodell von Airbnb ist einzigartig und die Plattform inzwischen auch profitabel. In 2022 konnte ein satter Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar erzielt werden. Auf mittlere und lange Sicht: Solange Airbnb seine Kosten im Griff hält, Gewinne erzielt und wächst, hat auch die Airbnb-Aktie Potenzial.