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Aktien: Urlaub frei nach Murphy

Sie haben sicherlich schon von „Murphys Gesetz“ gehört, wonach alles, was schief gehen kann, auch schief geht. Oder Murphys Staugesetz: „Die auf der anderen Fahrbahn kommen schneller voran“.

Nach Murphys Teppichgesetz steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Marmeladebrötchen auf die geschmierte Seite fällt mit dem Wert des Teppichs, auf dem es landet.

Einige dieser Gesetzmäßigkeiten treffen auch auf meinen diesjährigen Sommerurlaub zu, den ich mit meiner Familie ausnahmsweise mal in Deutschland verbracht habe.

Statt für den Süden haben wir uns für die Mecklenburgische Seenplatte entschieden, die in diesem Jahr aber von der schlimmsten Mückenplage aller Zeiten heimgesucht wurde.

Autan war logischerweise ausverkauft, so dass man sich einen permanenten Wettkampf lieferte, ob man mehr Stiche kassierte oder mehr Mücken den Garaus machte. Dieser Plage folgte dann das „Arche Noah“-Wetter und ich hielt tatsächlich schon Ausschau nach Rettungsbooten.

Dabei stelle ich mir noch immer die Frage, wann man denn Urlaub in Deutschland machen will, wenn nicht im Sommer.

Auch die Auto-Industrie steckt in der „Murphy-Falle“

Doch nicht nur mein Urlaub folgt in diesem Jahr dem Gesetz des US-Ingenieurs Edward A. Murphy, sondern auch die Nachrichtenflut, die über die deutsche Autoindustrie derzeit einbricht.

Erst der Dieselgate, der von Volkswagen auf alle anderen Hersteller mehr oder weniger überschwappte, jetzt auch noch Meldungen über ein mögliches Kartell, das Preisabsprachen und vieles mehr zu Lasten der Verbraucher getätigt hat.

Klar ist, dass es in diesem Umfeld mit den Kursen von BMW, Daimler & Co. erst einmal in den Keller geht. Da helfen auch keine Rekordquartalszahlen, wie sie zuletzt die Schwaben präsentierten.

Bulle

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Doch jeder Pechsträhne folgt auch wieder das Gegenteil. So werde ich solange Urlaub in Deutschland machen, bis ich wieder einmal die perfekte Woche unter wunderschönen Rahmenbedingungen erleben werde. Und ich werde auch bald wieder Aktien von Daimler und BMW kaufen.

Denn eines ist und bleibt für mich klar: Erstens leben wir in einem wundervollen Land, um das uns die ganze Welt beneidet und zweitens bauen wir die besten Autos, was ebenfalls so bleiben wird.

Klar, unsere Autoindustrie muss und wird sich auf neue Antriebstechnologien, in erster Linie die Elektromobilität umstellen müssen, doch warum soll das nicht klappen.

Auch in 30 Jahren wird man noch in den USA, Europa oder Asien „Sternen-Autos“ kaufen, um einerseits die Top-Qualität zu genießen und andererseits mit diesem Statussymbol zu zeigen, dass man es im Leben zu etwas gebracht hat.

Daran wird sich auch nichts ändern, wenn unter der Motorhaube ein Elektromotor platziert ist und man frei entscheiden kann, ob man das Fahrzeug selbst steuert oder sich einfach fahren lässt (autonomes Fahren).

 

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Über den Autor
170407 Invest Jürgen Schmitt 72 08
Jürgen Schmitt

Jürgen Schmitt hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft Meconomics.

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