Top-Insidertransaktionen der Woche

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Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Advance Auto Parts

Die Aktie des Autoteile-Unternehmens Advance Auto Parts erfreut sich trotz des rasanten Kursanstiegs (+40% in 2024) bei den Firmeninsidern großer Beliebtheit. Im März standen einem Aktienkauf zwei Käufe mit deutlich höherem Volumen gegenüber. In Summe erwarben zwei Insider 5.610 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 80,57 und 83 Dollar betrug das gesamte Transaktionsvolumen 458.552 Dollar.

Advance Auto Parts ist ein US-Amerikanischer Anbieter von Autoteilen, Ladengeschäften und Do-it-yourself Werkstätten. Die Zielgruppe sind dabei sowohl Privatleute als auch gewerbliche Kunden wie Werkstadtbetreiber oder Autohäuser. Das Unternehmen wurde 1932 von Arthur Taubmann gegründet und beschäftigt aktuell etwa 69.000 Mitarbeiter.

Der jüngste Kursanstieg der Aktie dürfte vor allem auf das Engagement von aktivistischen Investoren (Legion Partners, Third Point und Saddle Point Management) zurückzuführen sein, die auf mehr Effizienz bei der Führung des Unternehmens drängen. Im Schlussquartal stagnierte der Umsatz bei 2,46 Milliarden Dollar (-0,4%) und Advance Auto Parts rutschte in die Verlustzone (-61 Millionen Dollar).

Alpha Metallurgical Resources

Bei dem Rohstoff-Konzern Alpha Metallurgical Resources gab es den ersten Aktienkauf eines Firmeninsiders seit mehreren Quartalen. Der Director Michael Gorzynski erwarb 15.000 Aktien. Beim Kaufpreis von 295,65 Dollar je Anteilschein, musste Gorzynski in Summe 4,43 Millionen Dollar für die Käufe auf den Tisch legen. Nach den Zukäufen hält der Insider 605.449 Aktien, was 4,6% aller ausstehenden Aktien entspricht.

Das Geschäftsmodell von Alpha Metallurgical Resources basiert auf der Förderung und Verarbeitung von metallurgischer Kohle. Das Unternehmen betreibt mehrere Bergwerke in den USA, in denen die Kohle abgebaut wird.

Im Schlussquartal erzielte der US-Konzern ein Umsatzwachstum von 16,6% auf 959,9 Millionen Dollar. Das lag 163 Millionen Dollar über den Erwartungen der Wallstreet-Analysten (Quelle: Seeking Alpha). Auch beim Gewinn konnte Alpha Metallurgical mit 12,88 Dollar je Aktie die Erwartungen von 9,07 Dollar deutlich übertreffen.

Opko Health

Anfang Januar sackte die Aktie des Biopharmazie-Konzerns Opko Health von über 1,60 Dollar auf unter 1 Dollar in den Keller. Auslöser war die Bekanntgabe der Ausgabe einer 200 Millionen Dollar schweren Wandelschuldverschreibung. Seither läuft die Aktie seitwärts. Das ermäßigte Niveau nutzen seither Firmeninsider zum Kauf von Aktien. Nach massiven Käufen im Januar und Februar legte im März der Gründer und Vorstand Phillip Frost nach und erwarb nochmals 2,1 Millionen Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 87 Cent und 93 Cent lag das Kaufvolumen bei über 1,9 Millionen Dollar. Mit dem Erwerb stockt Frost seinen Aktienbesitz auf über 210 Millionen Aktien auf – mittlerweile hält er 27% aller ausstehenden Aktien.

OPKO Health ist ein biopharmazeutisches und diagnostisches Unternehmen, das sich mit der Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen beschäftigt. Das Unternehmen ist in den folgenden Segmenten tätig: Diagnostika und Pharmazeutika. Das Unternehmen wurde im Oktober 1991 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Miami, FL.

Im vierten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 181,9 Millionen Dollar einen Verlust von 66,5 Millionen Dollar. Derzeit liegt der Börsenwert bei rund 670 Millionen Dollar.