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Thermo Fisher-Aktie hält sich recht robust

Inhaltsverzeichnis

Zahlreiche Aktien von Unternehmen, die von der Corona-Pandemie profitiert haben, sind dieses Jahr kräftig unter die Räder gekommen. Beim Medizintechnikkonzern Thermo Fisher hält sich der Kursabschlag in Grenzen. Grund genug, hier heute einmal für Sie genauer hinzuschauen.   

Kurzportrait

Thermo Fisher bezeichnet sich selbst als „der weltweit größte Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen“. Der US-Konzern ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Laboreinrichtung, Analyse- und Diagnosegeräten.

Das Produktportfolio umfasst über 125.000 Produkte rund um die Laborausstattung, darunter u.a. Labormöbel, Laborgeräte wie Mikroskope, Zentrifugen und DNA-Reinigungsgeräte, Analyse-Kits für diverse Testverfahren, Gebrauchsmaterialien wie Flaschen, Spritzen, Pipetten und Röhrchen sowie Inhaltsstoffe für die Pharmaindustrie.

Rückenwind durch die Pandemie

Thermo Fisher zählt ohne Frage zu den großen Profiteuren der Corona-Pandemie. Der Konzern profitiert zum einen von der stark gestiegenen Nachfrage nach COVID-19-Diagnosetests und Analysegeräten. Dies hat Umsatz und Gewinn in den vergangenen Jahren in neue Dimensionen klettern lassen.

Zum anderen spielt auch der allgemeine Anstieg der Forschungstätigkeiten in der Pharma- und Biotech-Branche Thermo Fisher in die Karten. Denn je mehr geforscht wird, desto größer fällt der Bedarf an diagnostischer Grundausrüstung wie Mikroskopen, Zentrifugen und DNA-Reinigungsgeräten an – dasselbe gilt für die Nachfrage nach pharmazeutischen Gebrauchsmaterialen.

Selbstverständlich sind Zuwachsraten in dieser Höhe bei einer Normalisierung der Lage nicht zu halten. Im laufenden Jahr wird der Konzern immerhin ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich verbuchen. Beim Gewinn wird es etwas weniger sein als im Rekordjahr 2021, was angesichts der Gewinnverdoppelung zuvor aber kein Beinbruch ist. 

Quartalsergebnisse deutlich über Analystenprognosen  

Thermo Fisher konnte mit seinem jüngsten Quartalsbericht die Analystenprognosen einmal mehr übertreffen. Trotz geringerer Umsätze mit COVID-19-Tests kletterte der Gesamtumsatz um beachtliche +14% auf 10,68 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten mit erheblich weniger Umsatz gerechnet – im Schnitt lagen die Prognosen bei 9,91 Mrd. US-Dollar.

Wie im Vorfeld allgemein erwartet, fiel der Gewinn des Unternehmens niedriger aus als im Vorjahreszeitraum. Aber auch hier konnte der Medizintechnikkonzern mit 5,08 US-Dollar je Aktie (-12%) die Analystenprognosen von 4,81 US-Dollar klar übertreffen.  

Kursrücksetzer nach fulminanter Rallye der Aktie

In den drei Jahren von Anfang 2019 bis Ende 2021 hat sich der Aktienkurs von Thermo Fisher verdreifacht. Aktuell genehmigt sich die Aktie seit Jahresbeginn eine wohlverdiente Verschnaufpause, wobei der Kursrückgang deutlich niedriger ausfällt als beispielsweise bei den Technologiewerten.

In der Vergangenheit haben sich solche Kursrücksetzer bei Thermo Fisher stets als günstige nachträgliche Einstiegsgelegenheit erwiesen. Denn der Medizintechnik-Konzern hat seine Resistenz gegenüber konjunkturellen Schwächephasen mehrfach unter Beweis gestellt. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie auf dem aktuellen Niveau daher einen näheren Blick wert.