+++ Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Tech-Aktien: Superreiche schrumpfen – aber nicht Buffett!

Inhaltsverzeichnis

Das Jahr 2022 war für die großen US-Tech-Konzerne bislang alles andere als ein Jubelfest. Im Folgenden sehen Sie die Kursverluste ausgewählter Aktien im Zeitraum zwischen Anfang Januar und dem 25. Mai 2022:

Krisenstimmung bei Big Tech

Offenbar kommen die Tech-Aktie in Zeiten des Ukraine-Kriegs, der hohen Inflationsraten und der steigenden Zinsen nicht ohne Blessuren davon. Die Anleger sind in den letzten Monaten angesichts der Krisen jedenfalls deutlich risikoscheuer geworden und haben die Aktien reihenweise aus ihren Depots geworfen.

Doch auch operativ konnten so manche der Tech-Konzerne zuletzt nicht gerade glänzen. So enttäuschte etwa Amazon mit schwachen Q1-Zahlen. Schließlich musste der Konzern zum ersten Mal seit etlichen Jahren einen Nettoverlust vermelden – auch weil sich das Geschäft mit dem Online-Handel abgekühlt hat und die schlecht laufende Beteiligung am jungen Elektroautobauer Rivian ins Kontor schlug.

Ein ähnliches Bild gab Netflix ab. Zum ersten Mal überhaupt musste der Streamingdienst in einem Quartal einen Rückgang der Abonnentenzahl hinnehmen.

Das Vermögen der Superreichen schmilzt weg

Das Ganze hat freilich gravierende Folgen: Innerhalb weniger Wochen verloren die Konzerne kumuliert mehr als eine Billion Dollar an Börsenwert. Aber auch für so manchen Superreichen ist das eine bittere Pille, wie nun das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf den Milliardärsindex von Bloomberg errechnet hat.

Demnach ist das Vermögen der weltweit 50 wohlhabendsten Milliardäre zwischen Anfang 2022 und dem 22. Mai um insgesamt 563 Milliarden Dollar geschrumpft. Der Grund: Die meisten der Superreichen haben Teile ihres Vermögens in Aktien der Unternehmen investiert, die sie gegründet haben oder leiten. Das fällt ihnen nun (ausnahmsweise) auf die Füße.

Musk war der größte Verlierer

Schauen Sie: Laut WSJ schrumpfte allein das Vermögen von Tesla-Chef Elon Musk im fraglichen Zeitraum um 70 Milliarden Dollar. Kein anderer Unternehmer verlor demnach so viel Geld wie Musk.

Amazon-Gründer Jeff Bezos musste indes einen Vermögensverlust von 61 Milliarden Dollar hinnehmen. Beim Facebook-Chef Mark Zuckerberg ging es um 54 Milliarden Dollar abwärts und bei Google-Mitbegründer Larry Page um 29 Milliarden. Microsoft-Urgestein Bill Gates kam mit einem Verlust von 21 Milliarden Dollar davon.

Warren Buffett stemmt sich gegen den Trend

Interessant: Unter den Top  5 der Superreichen gab es nur eine Person, die laut WSJ zuletzt ihr Vermögen ausbauen konnte. Namentlich: Warren Buffett.

Zwar musste der Starinvestor etwa wegen seiner Beteiligungen an Apple und Amazon ebenfalls Abstriche machen. Doch das Portfolio des Milliardärs ist breit diversifiziert und damit gegen Krisen relativ gut abgesichert.

Investments in Öl-Aktien zahlten sich aus

So hatte Buffetts Investmentfirma Berkshire Hathaway in den letzten Monaten ihre Beteiligung etwa am Ölkonzern Chevron erhöht. Dieser gilt wegen des hohen Ölpreises als einer der Profiteure des Ukraine-Kriegs. Die Aktie legte zwischen Anfang Januar und dem 25. Mai um 54 Prozent zu.

Ebenfalls stark lief die Buffett-Beteiligung an dem Chevron-Wettbewerber Occidental Petroleum. Aber auch die klassischen Buffett-Aktien wie Coca-Cola oder Kraft Heinz konnten seit Jahresbeginn unterm Strich zulegen (Stand: 25.05.2022, 14:00 Uhr).

Mein Fazit für Sie

Einmal mehr zeigt sich also, dass Buffett immer noch den richtigen Riecher hat. Sie als Anleger sollten daher die Aktionen des Starinvestors stets im Blick behalten. Nicht zuletzt weil die Bekanntgabe von dessen neuen Beteiligungen die entsprechenden Aktien in der Regel antreiben – eine Art selbsterfüllende Prophezeiung also.