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TAKKT im Takt?

Inhaltsverzeichnis

Der Büroausstatter TAKKT meldet gute Zahlen für das dritte Quartal. Die Aktie legte daraufhin zu. Doch wie geht’s jetzt weiter?

Wachstum in Q3

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres steigerte der Büroausstatter seine Umsatzerlöse um 15,6 Prozent auf rund 350 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es ca. 303 Millionen Euro. Überproportional wuchs das EBITDA um ein Viertel auf 37,9 Millionen Euro. Daraus resultierte eine bessere EBITDA-Marge von 10,8 Prozent gegenüber 10,0 Prozent im dritten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Fein auch der Freie Cashflow von mehr als 25 Millionen Euro.

Entsprechend positiv sind dann auch die Zahlen für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres. Umsatz um 17,1 Prozent auf etwas mehr als 1 Milliarde Euro gestiegen. Das EBITDA wuchs um 28,1 Prozent auf 105,2 Millionen Euro.

Was macht TAKKT?

Gegründet wurde das Unternehmen, seinerzeit unter dem Namen Kaiser + Kraft GmbH, im Jahr 1945. 40 Jahre später, in 1985 also, übernahm die Gehe AG die Firma, die dann in den Bereich Versandhandel integriert wurde. Im Jahr 1999 wurde die Gehe AG auf den Arzneimittel-Großhandel fokussiert, der Büroausstattung Kaiser + Kraft passte da nicht mehr zum Geschäftsmodell.

Bei der Abspaltung, dem Spin-Off, erfolgten dann die Umfirmierung in TAKKT sowie der Börsengang. Die Aktie (WKN: 744600) ist an den Börsen Frankfurt und Stuttgart gelistet. Hauptaktionärin mit einem Anteil von rund 60 Prozent ist die Familie Haniel. Nur rund ein Viertel der umgehenden Aktien ist im Streubesitz.

Wie geht’s weiter mit der TAKKT Aktie?

Zweifellos haben die Anteilsscheine des Büroausstatters schon bessere Zeiten gesehen. Die Wertentwicklung in den vergangenen zehn Jahren von kumuliert rund 30 Prozent macht nicht besonders viel her. Auf Fünf-Jahres-Sicht verbuchen die Papiere sogar ein Minus von 30 Prozent, in den vergangenen drei Jahren ein Plus von alles in allem nahezu 22 Prozent.

Immerhin – in der Aktie ist noch Leben. Zwar fiel der Kurs im Frühjahr von nahezu 17 Euro beinahe wie ein Stein auf rund 9 Euro. Doch im Anschluss daran setzte die Erholung ein, nicht zuletzt aufgrund der guten Quartalszahlen, die den Kurs bis auf aktuell um die 13 Euro hoch schob.

Die Aktie scheint überdies, gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), mindestens fair bewertet, wenn nicht gar relativ preiswert. So schätzt der Analysten-Konsens für das laufende Geschäftsjahr ein KGV von knapp 16, für das kommende Geschäftsjahr von nur noch 14. Diese Bewertung gibt dem Aktienkurs durchaus einige Fantasie.

Spannend ist vor allem, was Mehrheitsaktionär Familie Haniel mit dem Unternehmen vorhat. Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass TAKKT von der Börse genommen wird und die Kleinaktionäre abgefunden werden – natürlich zu einem angemessenen, vielleicht auch attraktiven Preis. Meine Meinung: Im Hinblick auf einen möglichen Squeeze Out könnten spekulativ orientierte Investoren jetzt zugreifen. Für alle anderen gilt: Es gibt attraktivere Werte, bei denen ein Einstieg derzeit mehr lohnt.