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Südzucker – auf dem Weg zu einem Super-Gewinnjahr

Inhaltsverzeichnis

Der Mannheimer SDAX-Konzern Südzucker ist nach drei Quartalen trotz höherer Kosten auf bestem Wege, seine zuletzt Anfang November erhöhte Jahresprognose zu erfüllen.

Wachstum in allen Segmenten

Im am 30. November beendeten dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 konnte Südzucker im Vorjahresvergleich die Umsatzerlöse vor allem wegen der gestiegenen Preise um 21,5 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro steigern. In den ersten drei Quartalen beträgt das Wachstum sogar 26 Prozent auf 7,11 Milliarden Euro.

Im Segment Zucker wurde der Umsatz im dritten Quartal um 24,9 Prozent auf 923 Millionen Euro erhöht, im Bereich Spezialitäten um 26,6 Prozent auf 580 Millionen Euro. Bei Frucht ging es um 20,2 Prozent nach oben auf 367 Millionen Euro, bei Stärke um 28,7 Prozent auf 305 Millionen Euro.

Lediglich ein minimales Wachstum von 0,9 Prozent auf 307 Millionen Euro gelang dagegen im Segment CropEnergies, eine Folge der vor allem in Europa massiv gesunkenen Ethanolpreise. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres insgesamt sprang der Umsatz allerdings wegen der zunächst sehr hohen Ethanolpreise immer noch um 51,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro nach oben.

Gewinnsprung dank Zuckergeschäft

Das operative Ergebnis von Südzucker verbesserte sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 73,5 Prozent auf 220 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen konnte der operative Gewinn von 261 auf 536 Millionen Euro sogar mehr als verdoppelt werden. Der Jahresüberschuss vervierfachte sich im dritten Quartal auf 170 Millionen Euro und verdreifachte sich in den ersten drei Quartalen auf 375 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie sprang im dritten Quartal von 0,09 auf 0,68 Euro nach oben, in den ersten drei Quartalen von 0,33 auf 1,30 Euro.

Haupttreiber dieses Gewinnsprungs ist das Zucker-Segment, das angesichts deutlich höherer Preise trotz eines leichten Absatzrückgangs den operativen Gewinn von 10 auf 114 Millionen Euro vervielfachte. In den ersten drei Quartalen wurde ein operativer Gewinn von 132 Millionen Euro verbucht, nach einem operativen Verlust von 10 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Deutlich schlechter sah es in den übrigen Unternehmensbereichen aus. Lediglich das Segment Spezialitäten konnte sein operatives Ergebnis im dritten Quartal leicht um 3,7 Prozent auf 31 Millionen Euro verbessern, die drei übrigen Segmente erreichten niedrigere Gewinne als ein Jahr zuvor.

Erhöhte Prognose wird bestätigt

Nachdem das Management von Südzucker bereits mehrfach, zuletzt am 2. November, die Jahresprognose erhöht hatte, wird dieser Ausblick nun bestätigt. Demnach soll im gesamten Geschäftsjahr 2022/23 ein Konzernumsatz zwischen 9,7 und 10,1 Milliarden Euro erreicht werden (2021/22: 7,6 Milliarden Euro), wobei sich das Wachstum weiterhin über alle Unternehmensbereiche hinweg erstrecken soll. Beim operativen Konzernergebnis wird ein Wert von 530 bis 630 Millionen Euro anvisiert, im Idealfall würde damit das Vorjahresergebnis von 332 Millionen Euro beinahe verdoppelt. Die Südzucker-Aktie, die das Jahr 2022 entgegen dem Markt mit einem deutlichen Kursplus beendet hatte, notierte nach Veröffentlichung der Zahlen etwas schwächer und liegt bei 16 Euro um etwa 2 Prozent im Minus.