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Sony und LG: So wollen die Elektro-Riesen die Autobranche umkrempeln!

Inhaltsverzeichnis

Sie haben ein weltweites Vertriebsnetz, verfügen über ein gigantisches Finanzpolster, haben ein ausgezeichnetes technologisches Know-how und genießen nicht zuletzt einen hervorragenden Ruf bei Millionen von Kunden. Gemeint sind: die großen Elektronikkonzerne dieser Welt.

Elektrokonzerne und Elektromobilität: eine naheliegende Symbiose

Schauen Sie: Jene Big Player können die genannten Stärken nutzen, um neue Geschäftsbereiche praktisch im Vorbeigehen zu erschließen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn diese mit dem aktuellen Geschäft artverwandt sind – wie etwa die Elektromobilität.

Schließlich sind moderne Autos – und insbesondere Stromer – längst Smartphones auf vier Rädern, in denen große Mengen an elektronischen Komponenten integriert sind. Mit dem absehbaren Durchbruch der autonomen Fahrzeuge dürfte dieser Bedarf noch einmal stark ansteigen.

CES Las Vegas: Sony und LG preschen vor

Doch einige Elektronikkonzerne wollen mehr sein als bloß einfache Zulieferer. Sie wollen selbst Autos auf den Markt bringen. Wahrscheinlich haben Sie in den letzten Monaten und Jahren auch immer wieder Gerüchte gelesen, wonach Apple ein eigenes Fahrzeug entwickelt.

Während sich der Apfelkonzern hier offiziell immer noch bedeckt hält, haben nun zwei große Konkurrenten aus Asien das Zepter übernommen. Im Rahmen der Tech-Messe CES stellten der japanische Konzern Sony und dessen südkoreanischer Wettbewerber LG ihre Mobilitäts-Visionen vor.

„Vision-S02“: Sony ist schon relativ weit

So hat Sony auf der CES in Las Vegas einen neuen E-Auto-Prototyp präsentiert. Gleichzeitig kündigte man an, dass man noch im Frühjahr eine neue Tochterfirma gründen werde. Diese soll die Markteinführung der Sony-Autos prüfen und eventuell in die Wege leiten.

Der Prototyp hört auf den Namen „Vision-S02“ und ist eine Weiterentwicklung eines älteren Forschungsautos, das Sony bereits im Jahr 2020 vorgestellt hatte. Der „S02“ ist im Prinzip ein elektrifizierter und voll vernetzter Kompakt-SUV. Sony machte klar, dass es sich bei dem Konzeptauto nicht um ein reines Anschauungsobjekt handle. Man wolle den „Vision-S02“ alsbald auf den Straßen erproben und dann marktfähig machen.

Robotaxi „LG Omnipod“: das fahrende Wohnzimmer

Etwas andere Wege geht LG. Die Südkoreaner stellten auf der CES ein Robotaxi-Konzept mit dem Namen „LG Omnipod“ vor. Dabei handelt es sich um ein vollautomatisiertes Elektroauto.

Der Clou: Der „Omnipod“ soll nach LG-Angaben den Kunden ein zweites Wohnzimmer bieten. Während das Taxi automatisiert zu seinem Bestimmungsort fährt, können die Kunden in dem großzügig gestalteten Innenraum TV schauen, auf einem Sofa relaxen oder an einem Tisch Büroarbeiten erledigen.

Natürlich wird LG auch die leiblichen Bedürfnisse der Kunden stillen und will im „Omnipod“ frische Speisen und Getränke anbieten. Das Ganze soll ohne einen menschlichen Mitarbeiter funktionieren. Hierfür hat LG eine spezielle KI entwickelt, die den Wünschen des Kunden während der Taxifahrt nachkommen soll. Wann das Konzept-Auto Realität wird, blieb indes unklar.

Starkes Potenzial für die Aktien

Fakt ist: Sowohl Sony als auch LG haben das Potenzial, im Autogeschäft kräftig durchzustarten. Beide Konzerne haben Kompetenzen in Sachen Software sowie Bedienführung und kennen sich bei Chips sowie Batterietechnik hervorragend aus.

Abzuwarten bleibt nun, ob Sony und LG Kooperationen mit etablierten Autobauern  eingehen werden, um die Produktion auszulagern – oder ob die beiden Elektronik-Riesen selbst zu Autoherstellern werden.

Wie auch immer die Konzerne das Thema angehen werden. Mit Blick auf die zunehmende Vernetzung der Autos und die Elektromobilität haben Sony und LG die besten Chancen, auf langfristige Sicht ein Stück des lukrativen Mobilitätskuchens abzugreifen. Für beide Aktien heißt das: viel Zukunftspotenzial.

Behalten Sie Sony und LG auf jeden Fall im Auge.