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Smartphone-Hype in China sorgt für Probleme – wie diese Aktie jetzt Abhilfe schafft!

Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie denken, wir Deutschen sind abhängig von unseren Smartphones, haben Sie natürlich recht. Doch was sich in China abspielt, übertrifft unsere Handy-Besessenheit bei weitem.

Ohne Smartphone geht in China nichts mehr

Schauen Sie: Ob Vermögensverwaltung, Einkaufen, Bildung, Navigation, Kommunikation, Unterhaltung oder Gesundheit – in nahezu allen Lebensbereichen greifen die Chinesen auf das smarte Mobiltelefon zurück. Manche sprechen gar von der ersten „Smartphone only“-Gesellschaft.

Vor allem beim Bezahlen führt am Handy mittlerweile kaum ein Weg mehr vorbei. Schließlich akzeptieren dortige Händler oftmals gar kein Bargeld mehr. Laut Statista nutzten im Jahr 2020 85 Prozent der chinesischen Smartphone-Nutzer mobile Bezahlfunktionen. Zum Vergleich: In Deutschland waren es nur 33 Prozent.

Ladestand als Gesellschaftsproblem

Für Chinas Bürger ergibt sich dadurch eine enorme Abhängigkeit. Ohne das Handy sind viele Chinesen schlicht nicht mehr lebensfähig. Umso mehr müssen sie darauf achten, dass ihr smartes Gerät immer über ausreichend Strom verfügt.

Und das ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Mit Blick auf den Stellenwert der Smartphones vermuten Experten, dass die Chinesen ihre Handy-Akkus im Schnitt wesentlich schneller verbrauchen als etwa die Europäer. Der Ladestand als Gesellschaftsproblem also.

Energy Monster: Powerbank-Verleih – Strom zum Mitnehmen

Jetzt kommen Sie ins Spiel, liebe Leserinnen und Leser. Denn: Es gibt ein börsennotiertes chinesisches Unternehmen, das sich eben diesem Problem angenommen hat. Namentlich: Smart Share Global – auch bekannt unter dem Markennamen Energy Monster. Der Konzern ist in den USA an der Börse gelistet.

Smart Share Global bzw. Energy Monster betreibt in China sogenannte Powerbank-Stationen. Smartphone-Nutzer können dort eine Powerbank ausleihen, ihre Handys damit aufladen und den mobilen Zusatzakku anschließend  wieder zurückgeben. Der Vorteil: Die Kunden müssen sich keine eigene Powerbank kaufen und dieses eher unhandliche Gerät nicht rund um die Uhr mitschleppen.

Die Powerbank-Stationen befinden sich zum Beispiel in Cafés und Restaurants. In China jedenfalls kommt das Geschäftsmodell von Energy Monster hervorragend an. Nach Angaben des Konzerns greifen bereits mehr als 273 Millionen Chinesen darauf zurück. Insgesamt betreibt Energy Monster in 1.700 chinesischen Bezirken 820.000 solcher Ausleihstationen – mit rund 5,8 Millionen Powerbanks.

Investoren nicht überzeugt

Gigantische Zahlen also. Doch an der Börse hat die Erfolgsstory bislang noch keinen Anklang gefunden. Seit dem US-Börsengang im April 2021 rutscht die Aktie von Smart Share Globus  kontinuierlich ab. Offenbar sind die Investoren skeptisch. Das dürfte zum einen mit den regulatorischen Maßnahmen Pekings gegen die dortige Tech-Branche zu tun haben. Diese sorgen für Risiko und setzten chinesische Aktien unter Druck.

Zum anderen ist Smart Share Globus bzw. Energy Monster nicht gerade eine Gewinnmaschine. Im Gegenteil: Im dritten Quartal 2021 verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 12,3 Millionen Dollar. Das Unternehmen führt das auch auf die hohen Investitionskosten zurück, die für den Ausbau der Powerbank-Verleihstationen nötig seien.

Gewinnmarge niedrig

Gleichzeitig ist die Gewinnmarge bislang alles andere als lukrativ. Die Preise für den Verleih der Powerbanks sind extrem günstig – in der Regel kostet die Dienstleistung weniger als ein Euro. Hinzu kommt, dass Energy Monster seine Gewinne etwa mit den Café-Betreibern teilen muss. Schließlich stellen diese Platz für die Verleihstationen zur Verfügung.

Aber es gibt auch Lichtblicke für Energy Monster. Viele Powerbanks werden ohnehin in China produziert. Das heißt: Die Transportwege und die Logistikkosten sind in der Regel relativ überschaubar. Zudem sind die Geräte in China wesentlich billiger als etwa in Deutschland. Energy Monster kann also für weniger Geld große Mengen einkaufen.

Unterm Strich aber zählt nur der Gewinn. Und hier muss Energy Monster in den nächsten Jahren noch eine Schippe drauflegen, damit die Investoren aufmerksam werden. Gut möglich, dass der Konzern die Preise für den Verleih in Zukunft vorsichtig nach oben schrauben wird. Zunächst aber will man erst einmal noch mehr Kunden gewinnen. Ob das Kalkül aufgehen wird, bleibt freilich abzuwarten.

Mein Fazit für Sie

Die Aktie von Smart Share Global bzw. Energy Monster bietet durchaus interessante Wachstumsfantasien mit einem günstigen Einstiegskurs. Das Papier ist aber mit Blick auf die politische Situation in China und die aktuell geringen Gewinnmargen allenfalls für risikoaffine Anleger zu empfehlen.