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Sind 1.050 % Rendite erneut drin? Was Sie darüber wissen sollten!

Inhaltsverzeichnis

Die Gründungsgeschichte des Sportartikelherstellers Under Armour spiegelt den amerikanischen Traum wider.

Der 23-jährige College-Student Kevin Plank ist unzufrieden mit der Kleidung seines Footballteams und entwickelt im Keller seiner Großmutter bessere Funktionswäsche.

Das Startkapital von 17.000 US-Dollar, das Plank zur Gründung seines Unternehmens im Jahr 1996 benötigte, verdiente er als Blumenlieferant während seines Studiums.

David schreibt an Goliath

Wie es sich für so eine Unternehmensgeschichte gehört, gibt es selbstverständlich auch eine Legende. Der Under Armour-Gründer soll jedes Jahr eine Weihnachtskarte an Nike-Chef Phil Knight geschrieben haben mit den Worten: Dear Mr. Knight, Sie kennen uns noch nicht, aber Sie werden eines Tages von uns hören.

Genauso ist es gekommen. Im Jahr 2005 ging Under Armour an die Börse und machte Plank zum Multimillionär. Für Anleger war die Aktie ebenfalls eine gute Wahl. Wer 2010 investierte, hatte 2016 satte 1.050 % Rendite gemacht. 2014 überholte Unter Armour Adidas als zweitgrößte Sportmarke in den USA.

Nach dem steilen Aufstieg lief es für Under Armour jedoch nicht mehr ganz so gut. Der Umsatz lag im letzten Jahr 7 % unter den Top-Ergebnissen in den 2010er-Jahren.

Das lag vor allem an einer falschen Strategie. Während Adidas, Nike und Lululemon auf den sogenannten Athleisure Trend setzten, also Sportmode herstellten, die auch abseits des Sports getragen wurde, produzierte Under Armour ausschließlich Performance Produkte.

Under Armour verschlief den Athleisure Trend regelrecht und verfolgte stattdessen das Ziel, eine Sport- und Gesundheitsmarke zu werden. Zur Entwicklung einer Fitness App gab das Unternehmen 475 Millionen USD aus, war jedoch damit viel zu früh dran. Letztes Jahr wurde die App mit einem Verlust von 130 Millionen wieder verkauft.

Operativ lief es nach 2016 auch nicht besonders. Under Armour schaffte es nicht, effizient mit der Nachfrage der Kunden umzugehen, sodass Waren häufig in Billigläden mit hohen Rabatten verkauft wurden.

Neuer CEO krempelt das Unternehmen erfolgreich um. Aktie steigt!

Jetzt könnte Under Armour jedoch an einem Wendepunkt stehen, denn im letzten Jahr kam ein neuer CEO, der schon Quartalszahlen präsentieren konnte, die über das Ziel hinausgeschossen waren. Die Aktie stieg daraufhin um 16 %.

Der neue CEO will die Kosten senken und plant zudem eine neue Fokussierung. Die Zusammenarbeit mit einigen Großhändlern soll beendet werden, um effizienter arbeiten zu können. Außerdem rücken die beiden Wachstumsbereiche „Internationales Geschäft“ und das „Geschäft mit Schuh- und Damenmode“ in den Vordergrund.

Noch ist unklar, ob Under Armour die alte Form aus den 2010er-Jahren zurückgewinnt und erneut zum Börsenhighflyer aufsteigt, aber ein Blick lohnt auf jeden Fall.

Wenn Sie an den Turnaround glauben, können Sie die Aktie aktuell noch günstig kaufen. Das KGV liegt bei 26. Zum Vergleich: Bei Adidas beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis 35.