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Schoeller-Bleckmann – läuft wie geschmiert

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Bei der österreichischen Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) sprudeln die Gewinne. Wegen der höheren Investitionen in die Öl- und Gasförderung hat der Ölfeldausrüster in den ersten neun Monaten 2022 erheblich mehr umgesetzt und verdient als ein Jahr zuvor. Der Aktienkurs legt zu.

„Wachstumsmotor läuft auf Hochtouren“

SBO-Chef Gerald Grohmann kam richtig ins Schwärmen, als er die Zahlen des im Wiener Leitindex ATX gelisteten Unternehmens präsentierte. Die hoher Nachfrage nach Energie „lässt unseren Wachstumsmotor auf Hochtoren laufen, das Geschäft brummt wie schon lange nicht“. Das zeige sich daran, dass das Geschäft seit Sommer 20220 von Quartal zu Quartal kontinuierlich wachse. In der Tat sehen die Zahlen für die ersten drei Quartale 2022 beeindruckend aus, waren aber in ähnlichen Größenordnungen von Analysten erwartet worden.

Ergebnis je Aktie hat sich versechsfacht

Das gilt in besonderem Maße für die Gewinne. Das Ergebnis je Aktie, auf das Anleger besonders achten, schwoll von 57 Cents auf 3,52 Euro an, hat sich also mehr als versechsfacht. Das gleiche gilt für den Gewinn nach Steuern, der von 8,9 Millionen Euro auf 55,3 Millionen Euro emporschnellte. Die stark verbesserte Profitabilität zeigt sich in der operativen Umsatzmarge (EBIT), die sich von 7,7 % auf 20,1 % nahezu verdreifacht hat.

Ausgangspunkt der starken Ertrags-Kennziffern des nach eigenen Angaben Weltmarktführers bei „hochlegierten, nicht magnetisierbaren Edelstählen“ ist ein um 73 % auf 361 Millionen Euro gestiegener Umsatz. Noch deutlicher aufwärts ging es bei SBO mit den Auftragseingängen. Sie erreichten mit einem Anstieg um 82 % auf 431 Millionen Euro ein neues Rekordniveau. Dadurch erhöhte sich der Auftragsbestand von 112 Millionen auf 190 Millionen Euro.

Die sprudelnden Erträge schlagen sich auch in stark verbesserten Bilanz-Kennzahlen nieder. Das Eigenkapital erhöhte sich um rund 106 Millionen Euro auf 447 Millionen Euro, entsprechend verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 42,3 % auf 47,4 %. Nicht zuletzt hat SBO mit 21,4 Millionen Euro rund 50 % mehr investiert als ein Jahr zuvor.

85 Prozent Kursgewinn in einem Jahr

Für 2023 rechnet SBO-Chef Grohmann nach „einem extrem starken Jahr“  mit einer Fortsetzung des seiner Ansicht nach mehrjährigen Wachstumskurses, da die Investitionen in Exploration und Produktion von Öl und Gas weiter zunehmen würden. Er ist sich sicher: „Somit starten wir mit Rückenwind ins kommende Jahr“.

Die Aktie von SBO zählt seit langem schon zu den großen Gewinnern. Im Vergleich zu Ende November 2021 ist der Kurs um rund 85 % geklettert. Im Vormittagshandel setzte sich der Aufschwung in mäßigem Tempo fort. Die Notierungen zogen um zwei Prozent auf rund 62,50 Euro an.