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Ryder definiert Leasing neu

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Egal, ob Auto, Software oder Maschine: Leasing erfreut sich großer Beliebtheit, weil ohne Eigenkapital das neueste Modell bequem finanziert werden kann. James Ryder hat bereits 1933 erkannt, dass Leasing ein lukratives Geschäft sein könnte.

Aus einer kleinen Klitsche, die genau einen Ford Truck vermietete, ist inzwischen das milliardenschwere Logistik-Unternehmen Ryder (WKN: 855369) geworden und es lohnt sich für Sie, das Unternehmen näher kennenzulernen.

Gegründet hat James Ryder wirklich mit einem Ford Truck, aber das war ihm nicht genug. Nach rund zehn Jahren war die Flotte bereits auf 50 Trucks angewachsen, heute sind es um die 250.000 Fahrzeuge, die verleast werden.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Cleverer Wettbewerbsvorteil

Dass Leasing ein Zukunftstrend ist, haben auch andere clevere Geschäftsleute erkannt und sich ebenfalls am Markt positioniert. Zur Abgrenzung von seinen Mitbewerbern hatte James Ryder die Idee, neben Leasing auch das Management der Fahrzeuge anzubieten. Heute gibt es rund 750 Service-Stationen, welche die Wartung der Trucks und Lieferwagen durchführen und teilweise auch ein besonders günstiges Betanken ermöglichen. Der Service macht den Unterschied, denn: Verleasen können viele, Wartung und Service bietet dagegen kaum ein Leasingunternehmen an.

Das klingt nach einer guten Aufstellung, aber tatsächlich macht das Leasing- und Flottenmanagement nur 50 % des Umsatzes aus. Die andere Hälfte generiert Ryder inzwischen mit der Verwaltung kompletter Lieferketten. Anders ausgedrückt: Ryder ist ins E-Commerce-Geschäft eingestiegen und nimmt Kunden die komplette Logistik ab. Pakete werden vom Produzenten angenommen, gelagert und verschickt. Ryder verfügt für dieses Geschäft sogar über eigene Fahrer und Fahrzeugflotten.

80 % Umsatzplus

Insbesondere das E-Commerce-Business ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Während der Umsatz im Leasing-Geschäft um 25 % wuchs, konnte im Logistik-Bereich ein Plus von 80 % generiert werden.

Für Sie als Anlegerin oder Anleger ist außerdem interessant, dass die Umsätze sehr stabil sind, da 90 % aus langfristigen Kundenverträgen zwischen drei und sechs Jahren kommen. Ryder arbeitet zudem profitabel und zahlt aktuell eine Dividendenrendite von um die 3 %.

KGV = 7

Trotz guter Performance in den letzten Jahren liegt der Börsenwert lediglich bei 4 Milliarden US-Dollar. Das ist das 7-fache vom erwarteten Gewinn. Das klingt in Ihren Ohren jetzt sicherlich unfassbar günstig. Allerdings sollten Sie für eine mögliche Investmententscheidung auch wissen, dass Ryder 7 Milliarden Dollar Schulden hat. Beziehen Sie die mit in die Bewertung an, ist die Aktie kein echter Schnapper mehr.

Zudem hat die Aktie gerade einen neuen Höchststand erreicht, eine weitere Kursexplosion ist also eher unwahrscheinlich.

Mit Ryder bekommen Sie jedoch eine relativ stabile Dividendenaktie. Die Dividende ist in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 7 % jährlich gewachsen. Darüber hinaus profitiert das Unternehmen vom E-Commerce-Boom.

Die Rendite der letzten drei Jahre lag bei fast 80 % – Ryder verdient als möglicher Hidden Champion auf jeden Fall einen Blick.