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Ringmetall – Gewinn je Aktie springt um 75 Prozent nach oben

Inhaltsverzeichnis

Der in München ansässige Spezialanbieter für die Verpackungsindustrie Ringmetall hat im ersten Halbjahr Umsatz und Ertrag kräftig gesteigert und die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022 deutlich erhöht. Die Aktie gewinnt spürbar.

Firmenkäufe und Rohstoffpreise treiben Umsatz und Ertrag

Deutschland hat bekanntlich viele Weltmarktführer in speziellen Produktbereichen – Ringmetall zählt sicher auch dazu. Das Unternehmen sieht bei seinem wichtigsten Produkt, Fassspannringen für die Verschlüsse von Kunststofffässern, seinen Weltmarktanteil bei 70 % angesiedelt.

In den ersten sechs Monaten 2022 konnte Ringmetall seinen Wachstumskurs ungebremst fortsetzen. Nach dem Rekordjahr 2021, das den Aktionären einen Dividendensprung um 50 % von 6 Cent auf 9 Cent beschert hatte, sind damit weitere Höchstmarken programmiert. Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um stolze 47,2 % auf 115,3 Millionen Euro.

Zwei lukrative Zukäufe

Wesentlich dazu beigetragen haben zwei Firmenkäufe sowie die Rohstoffpreisentwicklung insbesondere bei Stahl und Kunststoffgranulaten. Noch stärker zulegen als die Umsätze konnte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Er schnellte um 68,8 % nach oben und erreichte 13,9 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich sogar um 75 %  von 20 Cent auf 35 Cent. Den steigenden Energiepreise misst Ringmetall „eine eher untergeordnete Bedeutung“ für die Unternehmensergebnisse zu.

Jahresprognose deutlich nach oben korrigiert

Firmenchef Christoph Petri bezeichnet das Geschäft als „derart robust, dass wir mehr als zufrieden sein dürfen“. Dennoch warnt er davor, dass sich die Dynamik nicht ohne weiteres fortschreiben lasse. Allerdings haben die vorläufigen Geschäftszahlen für Juli und August sowie die absehbare Entwicklung im September zusammen mit dem Halbjahresergebnis den Vorstand bewogen, die Jahresprognose deutlich anzuheben.

Der Umsatz soll nun 2022 zwischen 205 und 225 Millionen Euro betragen gegenüber den bisher angepeilten 180 bis 200 Millionen Euro. Prozentual noch deutlicher wird das Ergebnisziel erhöht – beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von bisher 22 bis 27 Millionen Euro auf nunmehr 26 bis 32 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2022 hatte das EBITDA mit 17,3 Millionen Euro bereits mehr als die Hälfte der Jahresprognose  erreicht.

Aktienkurs nähert sich seinem Rekordhoch

Der Aktienkurs reagierte auf die Zahlen und den Ausblick im frühen Börsenhandel mit einem Anstieg um rund 4 % auf Kurse zwischen 4,92 Euro und 5 Euro. Der Höchstkurs war vor der Dividendenausschüttung im Juni dieses Jahres mit 5,34 Euro erreicht worden. Im Jahresvergleich hat die Ringmetall-Aktie um gut 20 % zugelegt.