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Pfeiffer Vacuum – alles andere als heiße Luft

Inhaltsverzeichnis

Umsätze, Gewinne und Auftragseingänge – bei allen drei Schlüssel-Kennzahlen hat Pfeiffer Vacuum Technology in den ersten neun Monaten 2022 neue Rekordwerte erreicht. Kein Wunder, dass der Vorstand Jahresprognose erhöht hat.

Umsatzanstieg um über 16 %

Hochvakuumpumpen sind für wichtige Zukunftstechnologien wie Digitalisierung, Biotechnologie oder Elektromobilität unverzichtbar – und davon profitiert Pfeiffer Vacuum erheblich. Das Unternehmen, das sich als ein weltweit führender Anbieter von Vakuumlösungen bezeichnet, hat in den ersten drei Quartalen die Umsätze um 16,2 % auf knapp 669 Millionen Euro steigern können.

Die Zuwächse wurden in allen wichtigen Absatzsegmenten verzeichnet, wobei vor allem der Halbleitermarkt herausragt, der sich, so das Unternehmen „überaus dynamisch entwickelt“. Regional stach der US-Markt hervor, auf dem die Verkaufserlöse – auch durch den starken Dollar-bedingt – um 36,8 % auf knapp 200 Millionen Euro emporschnellten.

Da die Auftragseingänge noch stärker zulegen konnten als die Umsätze ist zunächst weiter ein hohes Wachstumstempo programmiert. Die neuen Bestellungen kletterten in den ersten neun Monaten um 25,4 % auf knapp 867 Millionen Euro, der Auftragsbestand sogar um 62,6 % auf 514 Millionen Euro.

Gewinn je Aktie legt stark zu

Noch etwas schneller als Umsatz und Auftragseingang expandierten die Erträge. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog um 27 % auf 94 Millionen Euro an. Dazu haben, so Unternehmenschefin Britta Giesen, auch leichte Verbesserungen in den Lieferketten beigetragen sowie vor allem eine deutliche Ausweitung der Umsatzmarge (EBIT) von 12,9 % auf 14,1 %.

Der für Anleger so wichtige Gewinn je Aktie stieg in den ersten neun Monaten um 27,8 % auf 6,75 Euro. Im dritten Quartal 2022 kletterte er sogar um 31,4 % auf 2,43 Euro.

Angesichts des starken Wachstums hatte Pfeiffer Vacuum bereits am 17. Oktober die Jahresprognose für 2022 angehoben. Der Umsatz soll nun um 11 % bis 14 % auf 860 Millionen bis 880 Millionen Euro zulegen. Zuvor hatte die Prognose des Managements bei „5 % oder höher“ gelegen. Die EBIT-Marge soll 14 % betragen. Im Vergleich zu 2021 mit 12,1 % ist das ein erhebliche Verbesserung.

Kursverluste nach vorheriger Erholung

Die Aktie von Pfeiffer Vacuum, die im SDAX gelistet ist, verlor im frühen Vormittagshandel in einem schwachen Marktumfeld 4 % rund 139 Euro. Die heute bekanntgegebenen Zahlen waren für Anleger und Analysten keine große Überraschung mehr, nachdem das Unternehmen bereits vor knapp drei Wochen den Jahresausblick angehoben hatte. Der Kurs war bereits im Oktober deutlich in die Höhe geschnellt und hatte sich von 123 Euro auf knapp 150 Euro verbessert. Im Jahresvergleich zählt Pfeiffer Vacuum, ähnlich wie viele andere Technologieaktien, mit einem Minus von über 35 % zu den großen Verlierern. Das Jahreshoch hatte bei 222 Euro gelegen.