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Passives Einkommen – Auf Aktien setzen?

Inhaltsverzeichnis

Arbeiten, weil’s Freunde macht und nicht nur für den Lebensunterhalt? Im Alter auf nichts verzichten, selbst wenn die gesetzliche Rente nicht gerade üppig ist? Davon träumen viele. Aber wie kommt man dorthin? Ohne ein sogenanntes passives Einkommen wird’s schwierig.

Nur einmal den Jackpot knacken …

Was wir heute neudeutsch „passives Einkommen“ nennen, gibt es in unseren Köpfen schon eine kleine Ewigkeit. Würden wir sonst – mittlerweile viermal die Woche – Lotto bzw. Euro-Jackpot spielen oder sehnlichst das Ableben des reichen Erbonkels erwarten? Wohl nicht!

Es geht also um nichts anderes als um finanzielle Unabhängigkeit. Unabhängig sein vom bisweilen willkürlichen Verhalten des Chefs oder der Chefin, unabhängig sein im Herbst und erst recht im Winter des Lebens – somit ohne Angst, dass die Rente nicht den ganzen Monat reicht.

Ob nun im Erwerbsleben oder im Alter – da der Gewinn des Jackpots bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 140 Millionen eher ungewiss ist und der Erbonkel in Amerika sich nur als Gerücht entpuppt, ist ein halbwegs sorgenfreies Leben mit finanzieller Unabhängigkeit nur durch ein ausreichendes passives Einkommen möglich.

Doch damit dieses in schöner Regelmäßigkeit dem Konto gutgeschrieben wird, ist erst einmal ausreichend Kapital nötig. Die Fragen aller Fragen lautet deshalb: Wie jetzt sein Geld investieren für ein passives Einkommen?

Zwar sind – statistisch nachgewiesen – Aktien-Investments die langfristig lukrativste Form der Geldanlage, doch so einfach ist die Sache bei der Realisierung eines passiven Einkommens eher nicht. Sollten doch die regelmäßigen Gutschriften auf das eigene Bankkonto – halbwegs – sicher sein. Und mit Aktieninvestments allein ist das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gegeben. Die Strategie muss einfach stimmig und halbwegs wetterfest sein.

Ohne Kapital kein passives Einkommen

Lotto-Jackpot, Erbonkel und andere statistische Unwahrscheinlichkeiten lassen wir einmal außen vor und konzentrieren uns deshalb auf das passive Einkommen, das aus vorhandenem Kapital respektive den vorhandenen Investments resultiert. Infrage kommen somit: Aktiendividenden, Zinsen, Fonds-Ausschüttungen sowie letztlich auch realisierte Kursgewinne und Mieterträge. Wobei die einen erfahrungsgemäß eher geeignet sind zur Erzielung eines passiven Einkommens als die anderen.

So ist die Höhe der Mieterträge nur scheinbar sicher, da Investment-Immobilien früher oder später einen kostspieligen Instandhaltungs- oder sogar Sanierungsbedarf haben. Realisierte Kursgewinne insbesondere bei Aktien und Aktienfonds sind zwar eher geeignet. Doch warum die Kapital-Substanz verfrühstücken, wenn’s auch anders geht.

Beschäftigen wir uns also als erstes mit der Frage, wie man – wohl gemerkt: längerfristig – ausreichend Kapital aufbaut, um später ein passives Einkommen zu generieren. Wobei es für „ausreichend“ keine absolute, sondern nur eine relative Größe gibt.

Denn manch einer benötigt 1 Million Euro, um die von ihm gewünschten Erträge zu generieren. Einem anderen genügen schon 500.000 Euro, weil ein paar hundert Euro passives Einkommen im Monat ausreichen. Ob nun eine halbe Million oder gleich zwei Millionen Euro Kapital für später: Wie kommt man da hin? Welche Anlageformen eignen sich am besten?

Kapitalaufbau – Auf dem Weg zur ersten Million

Um dies vorwegzunehmen: Ich schließe mich der Tatsachenbehauptung an, dass Aktien-Investments – allerdings nur langfristig – die mit Abstand lukrativste Form der Geldanlage sind. Um die 8 Prozent Gesamtrendite im Jahresschnitt (inklusive Reinvestition der Dividenden) waren in den vergangenen Jahrzehnten möglich. Wie unzählige andere auch sehe ich unter Renditegesichtspunkten für den länger- und langfristigen Kapitalaufbau keine sinnvolle und ernstzunehmende Alternative zu Aktien.

Soll indes jener Kapitalaufbau am Ende erfolgreich sein, so ist Stetigkeit – neben ausreichender Zeit und Rendite – das wichtigste Kriterium. Disziplin beim Investieren ist also das A und O – somit am besten jeden Monat all jenes Geld in Aktien anlegen, das für den Lebensunterhalt und für diverse Wohlfühl-Extras nicht benötigt wird. Wer dies 20 oder gar 30 Jahre durchhält, dürfte sich wundern, wieviel da am Ende zusammenkommt.

Chancen, Risiken & Kosten

Sobald also die Entscheidung für Aktien-Investments zum Kapitalaufbau gefallen ist, stellt sich die Frage: Einzelwerte oder Fonds? Ein kurzer Check:

  • Einzelne Aktien: Dies ist zumindest besser, als nicht zu investieren. Denn ein Portfolio mit Einzelwerten hat durchaus Charme, sofern es gelingt, sich die Rosinen mit fairer Bewertung und vergleichsweise hoher Dividendenrendite (im Hinblick auf das spätere passive Einkommen) herauszupicken. Doch viele Privatanleger scheitern an dieser Aufgabe mangels Erfahrung, Kompetenz und Informationen.
  • Aktienfonds: Wegen ihrer meist breiten Streuung (Diversifizierung) punkten Aktienfonds vor allem bei privaten Anlegern mit einem recht ausgewogenen Chance-Risiko-Verhältnis. Zumal sorgen Aktienfonds-Sparpläne wegen des Cost-Averages für günstige Einstiegpreise. Doch insbesondere aktiv gemanagte Fonds sind vergleichsweise teuer, selbst wenn der Kauf von Fondsanteilen bei Online-Brokern in der Regel ohne Ausgabeaufschlag (Agio) möglich ist. Die jährlichen Verwaltungsgebühren von nicht selten zwei Prozent und mehr des Fonds-Vermögens schmälern die Rendite und die Dynamik des Kapitalaufbaus. Letztlich sind also nach meiner Meinung unter dem Aspekt Preis und Leistung die bessere Alternative …
  • ETFs: Diese „Exchange Traded Funds“ bilden einen kompletten Aktienindex wie den Dax, den US-amerikanischen Standard & Poor’s oder andere Börsen-Barometer nach. Statistisch ist erwiesen, dass rund 80 Prozent der aktiv gemanagten Fonds schlechter abschneiden als Index-Fonds. Weshalb also hohe Kosten tragen, wenn mit meist sehr günstigen ETFs in vier von fünf Fällen eine höhere Rendite möglich ist.

Jetzt geht’s los mit dem passiven Einkommen

Idealerweise steht gleich zum Rentenbeginn ausreichend Kapital zur Verfügung, um ein – am besten monatliches – passives Einkommen zu generieren. Gleichwohl sollten die richtigen Weichen schon einige Jahre vor dem Tag X gestellt werden. „Umschichten“ lautet das Zauberwort für eine Strategie, bei der nur wenig anbrennen dürfte.

Heißt: Es wäre eine ausgemachte Katastrophe, würden die Aktien-ETFs kurz vor dem Erreichen des Ziels in den Keller rauschen und – angenommen – 20, 30 oder mehr Prozent an Wert verlieren. Dass dies nicht ganz ausgeschlossen ist, zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

Schmerzhaft erinnerlich ist der Kurssturz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs nebst Energiepreis-Explosion und historisch hohen Inflationsraten. Deshalb: Drei bis vier Jahre vor Rentenbeginn das in den ETFs erwirtschafteten Gewinne „verhaften“ und das gesamte Kapital (vielleicht auch nur größtenteils) umschichten in Festzins-Anlagen, die ein deutlich geringeres Risiko bergen als börsennotierte Unternehmensbeteiligungen.

Besonders sinnvoll ist dies in Zeiten angemessen hoher Zinsen und Renditen, die wir seit einiger Zeit wieder erleben. Als Anlageformen kommen infrage: Geldmarktfonds, Bankprodukte, Bundes- oder vergleichbar sichere Anleihen, Rentenfonds sowie Renten-ETFs.

Erste Wahl sind für mich – nach menschlichem Ermessen – sichere Bundeswertpapiere. Geschickterweise wird das freie Kapital so verteilt, dass jeden Monat Zinserträge (= passives Einkommen) fließen. Da der Bund Anleihen laufend imitiert, dürfte dies kein größeres Problem sein. Wen es auch im Ruhestand noch in den Fingern juckt und wer deshalb nicht ganz auf zinstragende Anlageformen umschwenken möchte, kann selbstverständlich einen Teil seines Kapitals in den ETFs belassen. Wie viele Prozent das vom Ganzen sind bzw. sein sollten, bleibt der persönlichen Risikobereitschaft und somit der eigenen Stressresistenz überlassen.