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Novo Nordisk jetzt Europas Nummer 1

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„Novo Nordisk ist wertvollstes europäisches Börsenunternehmen – für ein paar Minuten“. So oder ähnlich lauteten am vorigen Freitagvormittag die Schlagzeilen in den Finanzmedien. Inzwischen kann man allerdings das „für ein paar Minuten“ getrost streichen. Denn der dänische Pharmakonzern ist jetzt wirklich zu Europas Nummer 1 aufgestiegen. Und das relativ klar.

„Novo Nordisk ist wertvollstes europäisches Börsenunternehmen – für ein paar Minuten“. So oder ähnlich lauteten am vorigen Freitagvormittag die Schlagzeilen in den Finanzmedien. Inzwischen kann man allerdings das „für ein paar Minuten“ getrost streichen. Denn der dänische Pharmakonzern ist jetzt wirklich zu Europas Nummer 1 aufgestiegen. Und das relativ klar.

Börsenwert klettert auf fast 400 Milliarden Euro

Seit Februar 2021 hatte der französische Luxusgüterkonzern LVMH in der Rangliste der Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert in Europa die Nase vorn. Damals hatte Moet Hennessy – Louis Vuitton, wie der Pariser Konzern ausgeschrieben heißt, den schweizerischen Nahrungsmittelriesen Nestlé abgelöst. Am Freitag „wehrte“ sich LVMH zwar gegen die Verdrängung durch Novo Nordisk und überbot die Dänen kurzfristig wieder. Aber am Nachmittag übernahm Novo Nordisk erneut die Führung und baute sie bis zum Börsenschluss noch weiter aus.

Wenn man die Daten von der Frankfurter Börse heranzieht, sah es am Freitagabend so aus:  Novo Nordisk brachte 399,14 Milliarden Euro Marktkapitalisierung auf die Waage, LVMH mit 392,04 Milliarden Euro über 7 Milliarden Euro weniger. Denn der Weltmarktführer bei Medikamenten gegen Diabetes und Fettleibigkeit legte zum September-Start nochmals einen Kursspurt hin und distanzierte LVMH letztlich recht deutlich.

20 Prozent Kursplus seit dem 8. August

Die Aktie von Novo Nordisk hat bereits seit langer Zeit einen phänomenalen Lauf. Ab dem 8. August dieses Jahres hat sich das Kurstempo jedoch nochmals stark beschleunigt. Seither hat der Anteilschein um fast 20% zugelegt. Denn an diesem Tag berichteten die Dänen über die Ergebnisse einer groß angelegten Studie mit über 17.000 Teilnehmern. Demnach werden nach der  Einnahme der Abnehm-Pille Wegovy schwerwiegend Herzprobleme bei den Probanden um rund 20% reduziert. Das ist deutlich besser als von Experten im Vorfeld erwartet worden war.

Seit Jahresbeginn ist der Kurs von Novo Nordisk nun um fast 40% nach oben geschnellt, in den letzten 12 Monaten um fast 70% und in den vergangenen drei Jahren um über 210%. Noch mehr Superlative gefällig?

Die Börse Frankfurt weist als frühesten Kurs den vom 28. Februar 1994 aus. Damals stand Novo Nordisk nach Berücksichtigung aller Kapitalveränderungen bei 0,9127 Euro. Bis zum Freitagabend ist der Kurs somit innerhalb von knapp 30 Jahren auf das 193fache gestiegen. Hinzu kamen noch jede Menge Dividenden. Novo Nordisk hat die Auszahlungen von 0,90 Dänischen Kronen im Jahr 2008 auf 14,15 Kronen (rund 1,90 Euro) 2023 gesteigert, also auf das gut 15fache innerhalb von 15 Jahren.

Bevorstehender Aktiensplitt sorgt für zusätzliche Phantasie

Der neue Schub vom vorigen Freitag hängt zum Teil damit zusammen, dass am 13. September ein Aktiensplit durchgeführt wird. Für jede Novo Nordisk-Aktie gibt es eine zusätzliche dazu, da der Nennwert je Anteilschein von 0,20 auf 0,10 Dänische Kronen reduziert wird. Wer die Aktie am Abend des 12. September hält, kommt in den Genuss des Splits.

Den Aktiensplit hatte Novo Nordisk zwar bereits mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2023 bekanntgegeben – aber das war im Trubel um die Studie und um andere spannende Ereignisse bei den rührigen Dänen in der Öffentlichkeit weitgehend untergegangen. Da Splits häufig einen Kursanstieg auslösen, sprang die Nachfrage nach den Aktien von Novo Nordisk am Freitag nochmals an und die Notierung kletterte um knapp 3%. 

Sie erreichte nachbörslich mit 176,26 Euro in etwa das Rekordhoch vom 23. August. LVMH dagegen büßte am Freitag bis zum Börsenschluss um über ein Prozent ein und musste sich damit in puncto Börsenwert dem dänischen Pharmakonzern klar geschlagen geben.