No risk, no fun – nicht alltägliche ETFs

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Kein Plausch mit Kollegen in der Mittagspause, keine Grillparty und kein Familienfest ohne Smalltalk. Sobald dann das Thema „Wetter“ abgehakt ist und sämtliche Anverwandte und andere Mitmenschen durchgehechelt sind, geht’s ans Eingemachte – ans Geld. Die mit Abstand wichtigste Voraussetzung, um später einmal mit mein Haus, mein Pferd, meine Yacht protzen zu können, dürfte wohl ein ausreichend großes Vermögen sein.

Und das ergibt sich – geschätzt – zu 95 Prozent aus klugen Investments und aus den restlichen fünf Prozent Glück. Immer häufiger sind ETFs jenes „Eingemachte“, über das sich recht zwanglos zusammengewürfelte Mitmenschen zunehmend engagiert bis kämpferisch unterhalten.

Vorzugsweise wir Männer vergleichen mit fortschreitender Gesprächsdauer und steigendem Alkoholpegel das eigene Fortune bei der Geldanlage – seit einigen Jahren vornehmlich mit ETFs. Da viele von uns ratenweise in solche Indexfonds investieren, weil wir die Brötchen für unsere Lieben daheim verdienen müssen, folgt ganz zwangsläufig und unter allgemeiner Anteilnahme der ETF-Sparplan-Vergleich.

ETFs Investments auf große Indices

Fast jeder der Smalltalk-Kombattanten investiert via ETFs ratenweise in klassische Indices – den MSCI World, den Dax, den Euro Stoxx oder den Standard & Poor’s. Verständlich, da hier die Risiken überschaubar und die Kosten im Vergleich zu gemanagten Fonds sehr niedrig sind. Und vor allem weil langfristig – so zumindest die Erfahrung der vergangenen Jahre – durchaus erfreuliche Renditen winken.

Solche ETFs sind zweifellos brauchbare Basis-Investments. Aber sie sind auch vergleichsweise langweilig, was – zugegeben – in der Regel für einen störungsfreien und unaufgeregten Schlaf sorgen dürfte. Wer indes vor einer (guten) Prise Risiko nicht zurückschreckt, der findet auch einige Außenseiter ETFs.

Diese sind selbstverständlich nicht jedermanns Geschmack, doch der eine oder andere könnte sich von den folgenden außergewöhnlichen ETFs zu einer originellen Dampfplauderei an Heiligabend im Kreise seiner Lieben animieren lassen.

Lust & Laster

Nicht alles, was gesund ist, macht Spaß und nicht alles, was ungesund ist, bereitet Trübsal. Dieser Maxime folgen offenbar die Macher einiger ETFs, die vorzugsweise in Lustvolles und Lasterhaftes wie Tabak, Alkohol und Glücksspiel investieren. Dazu zählt etwa der „AdvisorShares Vice“-ETF (WKN: A2JC7C). Zu den Investments zählen etwa die Aktien des Produzenten von Raucherzubehör, Turning Point Brands, sowie des Bierbrauers Molson Coors.

Ein weiteres Beispiel ist der „Invesco Dynamic Food & Beverage“ ETF. Investiert wird in Firmen, die Fastfood und zuckerhaltige Getränke produzieren. (WKN: A2JNFQ). Der „ETFMG Alternative Harvest MJ“ ETF schließlich konzentriert sich auf Unternehmen der mittlerweile boomenden Cannabis-Industrie. Die WKN lautet: A2DGUJ.

Bello und Miezi

Die Menschen in Deutschland mögen Haustiere – vorzugsweise Hunde und Katzen. Noch närrischer sind die US-Amerikaner, sobald es um Bello und Miezi geht. Die – im weitesten Sinn – Haustierbranche ist ein riesiger und lukrativer Markt. Tierfreunde aller Couleur geben in diesem Jahr weltweit rund 200 Milliarden Dollar für ihre Lieblinge aus.

Kaum verwunderlich, dass Herrchen und Frauchen in passende ETFs investieren können. Beispielsweise in den „ProShares Pet Care“ ETF (WKN: A2N9ZQ)  oder in den „Rize PET Care UCITES“ Die Unternehmen, die in Produkte und in Dienstleistungen investieren, sind breit aufgestellt. Dazu zählen etwa Futterhersteller, Tierärzte und auch Tierpflegefirmen. Für jede Tierfreundin und jeden Tierfreund ist also etwas dabei.

God bless America

So heißt tatsächlich ein ETF, der gar nicht mal so unbeliebt ist. Denn investiert wird in Unternehmen, die dezidiert die ach so beliebte „America-First“-Philosophie verfolgen. Zwangsläufig zählen zu den größten Positionen die Aktien von Tesla und NVIDIA, die von US-amerikanischen Patrioten sehr gemocht werden. Die WKN lautet: A41QTD – falls es denn sein muss.

Sagt Ihnen die Abkürzung „K-Pop“ etwas? Das Kürzel steht für „Koreanische Pop-Kultur“. Wobei selbstverständlich Südkorea gemeint ist. Ansonsten würde die Abkürzung sicherlich „Killer-Kultur“ bedeuten. Mittlerweile hat sich auch bei uns herumgesprochen, dass Südkorea eine lebendige, originelle und immer wieder überraschende Pop-Kultur hat, deren weltweiter Siegeszug schon vor einiger Zeit begonnen hat. Folglich ein wachsender und für Investoren interessanter Markt. Wer davon überzeugt ist, und das sind immer mehr Investoren, setzt etwa auf den „Jakota K-Pop“ ETF (ISIN: US3015054915).