Newmont: Goldgräberstimmung mit Dämpfer
Heute schauen wir uns die Newmont Corporation an, den weltweit größten Goldproduzenten. Nach einem beeindruckenden Höhenflug zeigt der Chart aktuell eine spannende, aber auch nervenaufreibende Phase für Anleger.
Gewinnmitnahmen beim Gold
Da der Goldpreis im März leicht nachgab, reagierten die Minenwerte, wie so oft, überproportional heftig. Für das Jahr 2026 hat Newmont eine geringere Goldproduktion und gleichzeitig höhere Förderkosten (ca. 1.680 US-Dollar pro Unze) angekündigt, was auf die Gewinnmargen drückt. Das Unternehmen steckt rund 800 Millionen US-Dollar in die Erweiterung der Cerro Negro Mine in Argentinien. Das ist zwar gut für die Zukunft, kostet aber erst einmal viel Geld.
Citigroup sieht Ziel bei 150 US-Dollar
Die Citigroup hat das Kursziel Anfang März von zuvor 118 auf 150 US-Dollar deutlich angehoben und zugleich das „Buy“-Rating bestätigt. Damit sendet die US-Bank ein klares Signal: Der weltgrößte Goldproduzent bleibt aus Sicht der Analysten strategisch attraktiv. Die Citigroup geht davon aus, dass Newmont von einem anhaltend festen Goldpreis überproportional profitieren kann. Im Umfeld globaler Unsicherheiten gewinnt der Sektor weiter an Bedeutung. Ein Risiko wäre ein Rückgang des Goldpreises bei Zinserhöhungen.

Newmont im Wochenchart – ISIN: US6516391066, Quelle: https://www.aktienscreener.com
Bewertung und charttechnischer Blick
Nachdem die Aktie bis Anfang 2026 von einem Rekordhoch beim Goldpreis (über 5.600 US-Dollar) profitierte und massiv zulegte, kam im März die Korrektur. Innerhalb weniger Wochen verlor das Papier deutlich an Boden. Die Aktie notiert aber noch über der wichtigen 40-Wochenlinie. Unten im Chart sehen wir den RSI. Die Drehung nach oben zeigt, dass die Aktie nach dem schnellen Abverkauf „überverkauft“ war und nun eine technische Gegenreaktion versucht.
Fazit
Newmont bleibt das Schwergewicht im Goldsektor. Der jüngste Kursrückgang von 134 auf 94 US-Dollar war heftig, aber im Kontext des massiven Gold-Anstiegs eher eine gesunde Abkühlung. Wer auf einen wieder steigenden Goldpreis setzt, findet hier einen Hebel.