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Amazon.com Aktie: Amazon: CEO Jeff Bezos verkauft 1 Mio. Aktien – Angst vor einem Crash?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Aktie von Amazon zählt zu den absoluten Lieblingen der Anleger. Das hat mehrere Gründe: Zum einen kaufen wir natürlich alle gern beim weltgrößten Online-Händler ein, da es nicht nur super bequem, sondern es auch in puncto Preis-Leistungs-Service-Verhältnis weltweit einfach nichts Besseres gibt. Zum anderen gefällt vielen Aktionären das stetige Bestreben des Konzerns, noch näher am Kunden und seinen Bedürfnissen dran zu sein. So wandelt sich Amazon gerade vom Online-Händler immer mehr auch zu einem Unterhaltungs- und Technologie-Konzern.

Kein Unternehmen auf der Welt investiert derzeit mehr Geld in Forschung und Entwicklung als Amazon. Umso beachtlicher ist das anhaltend hohe Wachstumstempo, welches Konzernlenker Jeff Bezos und sein Internet-Imperium nach wie vor an den Tag legt.

Amazon bleibt mit Vollgas auf der Überholspur

Für das zurückliegende dritte Quartal 2017 meldete Amazon einen Umsatzsprung um unglaubliche 34% auf 43,74 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn legte dabei leicht auf 256 Mio. Dollar oder 52 Cent je Aktie zu, nach einem Profit von 252 Mio. Dollar oder 52 Cent je Aktie im Vorjahr. Der operative Gewinn kletterte um 40% auf 347 Mio. Dollar.

Mit dem Zahlenwerk hat der Internet-Koloss einmal mehr das Gros der Analysten überrascht, die im Vorfeld nur mit Einnahmen von 42,14 Mrd. Dollar gerechnet hatten. Wieder einmal erwies sich die Cloud-Sparte rund um die Tochter Amazon Web Services (AWS) als Wachstumsmotor. Im jüngsten Quartal kletterten die Erlöse der Sparte um 42% auf 4,58 Mrd. Dollar, der operative Gewinn belief sich auf 1,17 Mrd. Dollar.

CEO Jeff Bezos verkauft für 1,1 Mrd. Dollar Amazon-Aktien!

Derweil gab Unternehmenslenker Jeff Bezos mit seinen zuletzt getätigten massiven Insiderverkäufen in Milliardenhöhe den Aktionären Rätsel auf. Bekommt Bezos etwa kalte Füße vor einem möglichen Crash? Wie zuletzt bekannt wurde, hat sich der Manager Anfang des Monats, vom 01. bis 03. November 2017, von Amazon-Aktien im Wert von rund 1,1 Mrd. Dollar getrennt – und das zu einem Aktienkurs nahe der damaligen Rekordstände (durchschnittlicher Verkaufspreis 1097,80 Dollar).

Das Verkaufsvolumen stellte zum damaligen Zeitpunkt rund 1,3% der Unternehmensaktien dar. Nach der Transaktion liegt Bezos Beteiligung jetzt bei 16,4%. Was führt der Amazon-Gründer im Schilde, fragten sich viele Aktionäre angesichts des Verkaufs eines großen Teils seiner Firmenaktien.

Globaler Markt

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Bezos will seinem Raumfahrtunternehmen Blue Origin zum Durchbruch verhelfen

Die Antwort: Mit dem Anteilsverkauf will Bezos sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin finanzieren. Um diesem zum Durchbruch zu verhelfen, rechnet Bezos mit Kosten in Höhe von mindestens 2,5 Mrd. Dollar, das sagte er bereits im Frühjahr dieses Jahres. Bezos Plan: Er will Kunden – womöglich schon ab dem nächsten Jahr – Weltraumflüge anbieten, bei denen die Passagiere für einige Minuten Schwerelosigkeit erfahren können. Der Preis pro Flug soll etwa bei rund 300.000 Dollar liegen.

„Mein Fokus liegt darauf, Menschen in den Weltraum zu bekommen“, betonte Bezos. Und mit diesem Vorhaben steht der Amazon-Chef keineswegs allein da. Auch Tesla-CEO Elon Musk und Virgin-Gründer Richard Branson betreiben private Weltraumunternehmen.

Produktoffensive an Weihnachten

Das Wachstum von Amazon ist einfach beeindruckend. Die Aktie geht weiterhin durch die Decke. Und gerade für das bald anstehende Weihnachtsfest ist mit einer Flut neuer Produkte zu rechnen. So arbeitet Amazon offenbar an smarten Brillen mit integriertem Alexa-Assistenten. Zudem ist wohl auch eine Home-Security-Kamera in der Produktion, um das Smart Home auf Echo-Basis zu bereichern.

Der Echo ist ja ohnehin ein Mega-Erfolg bei Amazon. In Richtung Weihnachten ist auch ein verbesserter Lautsprecher denkbar, der es klanglich mit Sonos-Geräten und auch der Apple-Variante aufnehmen kann. Und wer weiß, was Jeff Bezos noch so alles „im Köcher“ hat?

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Über den Autor
170407 Invest Kathrin Dörfeld 72 04
Kathrin Dörfeld

Kathrin Dörfeld betreut als Redakteurin den neuen Dienst Aktien Daily.

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