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Amazon.com Aktie: Amazon Aktie auf Rekordhoch

Der Onlinehändler war mal wieder auf Shoppingtour: Amazon hat sich mit Ring gleich das zweite Unternehmen innerhalb weniger Monate einverleibt, das auf vernetzte Türklingeln mit Sicherheitskameras spezialisiert ist.

Medienberichten zufolge soll Amazon mehr als eine Milliarde Dollar für die Übernahme des gerade einmal fünf Jahre alten Start-ups auf den Tisch gelegt haben, Amazon selbst wollte die gezahlte Summe nicht kommentieren.

Passend zur Strategie

Die Akquisition passt in die Strategie des Onlinehändlers: Bereits seit einigen Monaten wird immer wieder darüber berichtet, dass Amazon seinen Kunden testweise anbietet, sich die Waren nicht nur bis vor, sondern hinter die Wohnungstür liefern zu lassen: Über spezielle Türschlösser erhalten die Zusteller Zutritt zum Haushalt und können die Pakete mit den Bestellungen beispielsweise im Flur deponieren, während sie von einer Kamera aufgezeichnet werden.

Der Kunde kann die Bilder beispielsweise über eine Smartphone-App live verfolgen oder auch per Videochat mit der jeweiligen Person kommunizieren. In genau diesem Feld hat sich Ring positioniert.

Für Amazon wird diese neue Art der Paketzustellung vor allem dadurch interessant, dass sich das Unternehmen zunehmend auch im Bereich des Lebensmittelhandels ausbreitet und mit Whole Foods erst vor kurzem einen Anbieter für den US-Mart übernommen hat.

Risikobereitschaft hat sich oft ausgezahlt

Lebensmittel sollten freilich nicht unbedingt für längere Zeit bei Abholstationen lagern, sondern schnellstmöglich zum Kunden transportiert werden. Da könnten die vernetzten Türschlösser sich im wahrsten Sinne des Wortes als Türöffner erweisen, der gerade für die wachsende Zielgruppe berufstätiger Singles interessant sein dürfte.

Zwar tun sich gerade hierzulande viele Kunden noch schwer mit der Vorstellung, Paketzustellern unbeaufsichtigten Zutritt zu den eigenen vier Wänden zu gewähren, doch die ersten Erfahrungen zeigen, dass andernorts ein Markt dafür vorhanden zu sein scheint. Ähnliches gilt auch für den Online-Einkauf von Lebensmitteln, insbesondere frischen oder gekühlten Produkten.

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Doch Amazon ist seit jeher bekannt für seine Risikobereitschaft, auch unkonventionelle oder innovative Wege einzuschlagen und hat damit bereits beachtliche Erfolge eingefahren. Man kann es sich bekanntlich leisten: Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen längst nicht mehr mit seinem Onlineshop, sondern mit seinem Cloud- und Serviceangebot AWS, das von den meisten Kunden unbeachtet eher im Hintergrund für Geschäftspartner läuft.

Amazon Aktie: Zum Monatswechsel auf Rekordniveau

Die Amazon Aktie, die im vergangenen Sommer erstmals die Marke von 1.000 Dollar überspringen konnte, hat zuletzt ein neues Rekordhoch erreicht. Anfang März kostete der Anteilsschein gut 1.528 Dollar oder 1.253 Euro.

Seither verzeichnete der Kurs zwar einen kleinen Rücksetzer, doch die Zeichen stehen auf Kursplus: Die meisten Analysten rechnen mit weiterem Aufwärtspotenzial. Kursziele von 1.700 Dollar und mehr sind keine Seltenheit, vereinzelt ist auch von bis zu 2.000 Dollar die Rede.

 

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Über den Autor
Felix-Reinecke
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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